Lahr/Schwarzwald

Neues Stadtmuseum: Dauerausstellung noch »Top Secret«

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 3 Minuten
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21. Februar 2018

Sie wollten noch nicht alles verraten: Bürgermeister Guido Schöneboom, Jürgen Riexinger (Sparkasse Offenburg/Ortenau) und Museumsleiterin Gabriele Bohnert (v. links). ©Jürgen Haberer

Zwei Tage vor der Eröffnung des Museums in der ehemaligen Tonofenfabrik ist die neue Dauerausstellung noch immer »Top Secret«. Die jüngste Pressekonferenz, am Mittwochvormittag, endete im Foyer, wo die Besucher künftig von dem »Lahrer Bären« empfangen werden. 

Vier Tischvitrinen, eine Bildschirmpräsentation und der »Lahrer Bär« waren alles, was die heimische Presse am Mittwochvormittag zu sehen bekam. Museumsleiterin Gabriele Bohnert, Bürgermeister Guido Schöneboom und Jürgen Riexinger von der Sparkasse Offenburg/Ortenau hatten zwar erstmals in die ehemalige Tonofenfabrik geladen. Die kleine Informationstour endete aber im neuen Foyer des 1896 errichteten Gebäudes. Die Dauerausstellung selbst wird erst am Freitagabend bei der offiziellen Eröffnung zugänglich sein. Am Wochenende sind dann die Bürger eingeladen, das neue Museum zu erkunden.

4,6 Millionen Euro investiert 
Bürgermeister Schöneboom begrüßte die Pressevertreter vor der Tür, am neuen Museumsschild der ehemaligen Tonofenfabrik, bevor er sie dann in das Gebäude geleitete, dass der Stadt im Jahr 2011 zum Kauf angeboten wurde. Drei Jahre lang wurde am Museumskonzept gefeilt. 2014 rückten dann die ersten Handwerker an, um mit der Sanierung und dem Umbau des eher schmucklosen Industriegebäudes zu beginnen. Ein aggressiver Schimmel im Dachstuhl sorgte für steigende Kosten, die der Stadt so manches Kopfzerbrechen bereitet haben. Am Ende wurden in den Umbau rund 4,6 Millionen Euro investiert, das Land beteiligte sich am Ende mit einem Zuschuss von 1,9 Millionen Euro. 

Von der Römer- bis zur Neuzeit
Schöneboom leitete dann über zu der neuen Dauerausstellung, die auf rund 450 Quadratmetern in die Lahrer Stadtgeschichte eintaucht. Hier wird eine Brücke geschlagen von der römischen Besiedlung über das Mittelalter und das Zeitalter der Industrialisierung bis in die Gegenwart. Das unter der Leitung von Ursula Dworak von Museoconsult Stuttgart/Studio Kernland entwickelte Konzept grenzt sich klar ab von der alten Ausstellung in der Villa Jamm. Es setzt zeitliche und thematische Schwerpunkte und lädt zu einer interaktiven Entdeckungsreise durch die Lahrer Geschichte ein. 

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Sparkassenstiftung gibt Zuschuss
Ermöglicht wurde die Umsetzung des mit rund 500 000 Euro zu Buche schlagenden Konzeptes nicht zuletzt durch eine großzügige Förderung durch die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau, die mit einem niederen sechsstelligen Betrag eingestiegen ist. Auch der bereits 2014 gegründete Förderverein Tonofenfabrik-Stadtmuseum hat sich mit sehr viel Herzblut und Engagement eingebracht, wie Guido Schöneboom betonte. 80 000 Euro Zuschuss waren das selbstgesteckte Ziel. Am Ende war es wohl deutlich mehr, wie Schöneboom betonte, ohne dabei eine konkrete Zahl zu nennen. 

Die verbleibenden zwei Tage gehören noch einmal den Handwerkern und der Museumsmannschaft, die letzte Hand anlegen, bevor dann am Freitag die Putzkolonne anrückt, damit am Abend, beim Empfang für die geladenen Gäste auch alles schön funkelt und glitzert.

◼ Der offizielle Empfang zur Eröffnung des Museums Ton­ofenfabrik ist morgen, Freitag, 23. Februar, um 17 Uhr angesetzt. Am Samstag und Sonntag ist das Museum dann von 11 bis 18 Uhr für die Besucher geöffnet.

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