Friesenheim

Nikolaus hatte in Friesenheim viel zu tun

Autor: 
Walter Holtfoth/Katja Manitz
Lesezeit 3 Minuten
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07. Dezember 2018

(Bild 1/2) Nikolaus beschenkte am Donnerstag Kinder in Friesenheim (oben) und Oberschopfheim. ©Walter Holtfoth

Gleich bei zwei Adventsfensteröffnungen war der Nikolaus am Donnerstag dabei. In Friesenheim und Oberschopfheim freuten sich die Kinder über seinen Besuch.

Geschenke vom Nikolaus und Besinnliches vom Bürgermeister gab es am Donnerstag, dem Nikolausabend, vor dem Friesenheimer Rathaus. Dort wurde pünktlich um 18 Uhr das sechste Adventsfenster geöffnet. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von den Initiatoren der Aktion, Mitgliedern der Kolpingsfamilie – allen voran Isolde Scholl, die vor einigen Jahren die Idee der Fenster erfolgreich eingeführt und umgesetzt hat. 

Liebevoll wurde auf dem Rathausplatz unter dem geschmückten Fenster, mit Bistro-Tischen, Kerzen und Gebäck für eine heimelige Atmosphäre gesorgt. »Wir wollen die Menschen zum Entschleunigen einladen, um in dieser von viel Stress geplagten Zeit, einfach mal den Stecker ziehen zu können«, so Isolde Scholl. Viele Besucher nahmen dieses Angebot gerne an. Familien kamen mit ihren Kindern, ein schöner Querschnitt aller Generationen konnte vor Ort begrüßt werden. Glühwein und Kinderpunsch durften natürlich nicht fehlen. 

Sorgen des Eisbärs

Bürgermeister Erik Weide nahm die kleine Feierstunde zum Anlass, eine besinnliche Weihnachtsgeschichte vorzutragen: Die Besucher hörten von der Eisbärenmutter, die den Weihnachtsmann sorgenvoll fragte warum denn das Eis schneller schmelze als bisher, und der Weihnachtsmann die Mahnung aussprach, dass alle den Problemen der Welt und vor allem des Klimas entgegenwirken müssen, damit auch die Eisbärenfamilie überleben kann. 

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Auch der Nikolaus war an diesem Abend angereist und hatte seinen Schlitten wohl weit vor Friesenheim geparkt. Für die Kinder gab es kleine Geschenke. »Ihr ware jo alle brav«, war von ihm zu hören. Ein Gedicht für den heiligen Mann gehörte natürlich dazu. Ursprünglich war geplant das Fenster am 1. Dezember am Rathaus zu eröffnen. Wegen dem Weihnachtsmarkt hatte man sich auf den Nikolaustag geeinigt.
   
Kindern Süßes schenken

Rund 80 bis 100 große und vor allem kleine Besucher warteten anlässlich des Donnerstag-Adventsfensters ungeduldig vor der Ortsverwaltung am Oberschopfheimer Rathaus. Schließlich hatte sich  Nikolaus persönlich angekündigt. Weihnachtliche Klarinetten- und Flötenklänge der weiblichen  Musikverein-Jugend eröffneten den sechsten Abend der diesjährigen Aktion.
 
Ortsvorsteher Michael Jäckle brachte zum Auftakt die Geschichte vom Bischof Nikolaus in Erinnerung, der Seefahrer überredete, den hungernden Bewohnern von Myra zu helfen: »Ihr könnt uns ruhig Korn hinterlassen, Gott wird die Schiffe der Seeleute wieder füllen für den Kaiser.« Und, oh Wunder, als sie bei dem Kaiser anlandeten, fehlte nicht ein einziges Korn. Noch heute wird am Nikolaus-Tag an dem Brauch fest, Kindern Süßigkeiten zu schenken. 

Alexia Beck, Mitarbeiterin der Ortsverwaltung, nahm den Faden auf und erzählte eine überlieferte  Legende, nach der der heilige Nikolaus mit seinen Rentieren zwei Eisbärenjunge vor dem Ertrinken rettete – ein Gleichnis dafür, achtsam mit der Umwelt umzugehen. Nicht fehlen durfte der Evergreen »Lasst uns froh  und munter sein, …, jetzt bringt Nikolaus was für mich«. Und Nikolaus, überzeugend dargestellt vom  ehemaligen Oberschopfheimer Feuerwehr-Urgestein und Schrottkünstler Eberhard Walter, hatte tatsächlich was in seinem Sack: viele, Schokoladen-Nikoläuse. 

Erwachsene und Kinder ließen sich danach Kinderpunch, Glühwein und süßes Gebäck schmecken – und die Spendendose der örtlichen Katholischen  Frauengemeinschaft für die Erdbebenopfer in Indonesien füllte sich wieder.

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