Schwanau - Nonnenweier

Nonnenweier setzt klares Signal für „Ziegelgarten“

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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15. November 2019

Nonnenweier will die Baulandentwicklung vorantreiben. Bebauungsplan „Ziegelgarten“ war Thema im Rat. ©Ulrich Marx

Mit der einhelligen Empfehlung an den Schwanauer Gemeinderat, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Ziegelgarten“ zu treffen, hat Nonnenweiers Ortschaftsrat am Mittwochabend ein klares Signal gesendet.
 

Auch im Ortsteil Nonnenweier wird das Interesse Bauwilliger immer wieder an die Ortsverwaltung herangetragen. Zuletzt wurde im Rieddorf mit dem vierten Abschnitt des Areals „Auf der Oberau“ ein Wohngebiet realisiert, wobei sämtliche Bauplätze verkauft oder bebaut wurden beziehungsweise sich in privatem Eigentum befinden. Das Ganze liegt allerdings auch schon wieder vier Jahre zurück, so dass es an der Zeit wäre, die nächste Entwicklungsstufe in Sachen Baulandentwicklung in Nonnenweier zu zünden. 

Details zur Lage

Genau das soll nun vonstattengehen, wofür der Ortschaftsrat in seiner Sitzung am Mittwochabend den Startschuss gab. Planerin Lioba Fischer (Büro Fischer, Freiburg) und Martina Stahl (Bauverwaltung) stellten dem Gremium, aber auch einer größeren Menge interessierter Zuhörer die Einzelheiten für die erforderliche Aufstellung des Bebauungsplans „Ziegelgarten“ vor. Der mit rund 2,4 Hektar bezifferte Geltungsbereich liegt in der südwestlichen Ortslage und umfasst angrenzend im westlichen Bereich den Baggersee und nordwestlich die bestehende Wohnbebauung in der Poststraße. Südlich grenzt das geplante Areal an die bestehende Bebauung in Ziegelgarten- und Austraße an. Als westliche Grenze verläuft, von Nord nach Süd, der Augraben. Im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Schwanau/Meißenheim wurde die Fläche im Zuge der dritten Änderung als Wohnbaufläche ausgewiesen.

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Fischer stellte dar, dass mit der Aufstellung des Bebauungsplans die planungsrechtlichen Grundlagen zur Erschließung geschaffen würden. Fragen von Zuhörern begegnete sie bereits eingangs mit der Erläuterung, es gehe erst einmal ausschließlich um die Aufstellung. „Noch besteht kein fertiger Plan mit Lage, Zahl und Größe der Bauplätze sowie Anzahl der Straßen. Das ergibt sich erst aus der Planung heraus, zunächst wird die Gemeinde für weitere Gespräche und Austausch auf Angrenzer zukommen“, so Fischer. Außenbereichsflächen werden ins beschleunigte Verfahren einbezogen, ein übliches Umlegungsverfahren schließt sich an. 

Zum weiteren Ablauf sagte die Planerin, die Aufstellung des Plans kann der Gemeinderat kommenden Montag, 18. November beschließen. Auf den Satzungsbeschluss wird im Herbst 2020 gehofft, so dass 2021 mit der Bebauung begonnen werden könnte. Der Ortschaftsrat empfahl dem Gemeinderat, nachdem noch verschiedene Zuhörerfragen beantwortet wurden, einhellig die Aufstellung des Bebauungsplans „Ziegelgarten“. Für die Erschließungsplanung stehen im laufenden Haushalt Mittel in Höhe von 23 000 Euro bereit.

Weitere diverse Themen

Im weiteren Verlauf wurden die Resultate einer im Oktober erfolgten Geschwindigkeitsmessung bekanntgemacht. Zwischen 7 und 11.45 Uhr wurden im Tempo 30-Bereich der Ottenheimer Straße 530 Verkehrsteilnehmer erfasst, von denen 64 oder rund zwölf Prozent zu schnell unterwegs waren. Der ermittelte Höchstwert lag bei 51 Stundenkilometern, was laut aktuellem Bußgeldkatalog mit einer Geldstrafe von 80 Euro und einem Punkt einherging. Außerdem wurde über den erneuten Antrag der Gemeinde, den Ortsteil Nonnenweier für 2020 ins Landessanierungs-Programm aufnehmen zu lassen, informiert. Dem Vorhaben werden diesmal, unter anderem auch seitens des Dienstleisters Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG), gute Chancen eingeräumt.

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