Lahr/Schwarzwald

Notfallbereitschaft 20 Jahre alt: Bis heute kein Dienst unbesetzt

Autor: 
Barbara Wendling
Lesezeit 3 Minuten
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11. Juli 2018

Susanne und Martin Jakubeit, Willi und Margot Wagner, Robert Ibig und Andrea Geiger-Ibig (von links): Drei Mäner der ersten Tage und ihre Ehefrauen. ©Barbara Wendling

Mit einem geselligen Miteinander beging das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Samstagabend in der Sulzberghalle den Festakt zum 20-jährigen Jubiläum der Notfallbetreuung Lahr (NFB Lahr), in dessen Höhepunkt die Ehrung der Gründer und Mitbegründer Robert Ihrig, Martin Jakubeit und Willi Wagner stand. 

Die Notfallbetreuung leistet Erste Hilfe für die Seele. Es gibt Augenblicke im Leben eines jeden Menschen, da wird durch einen plötzlich eintretenden Not- oder Unglücksfall die Normalität des Lebens aus den Angeln gerissen.

Wenn die Polizei der Familie die Nachricht über den Tod eines geliebten Angehörigen überbringen muss und diese dann wie gelähmt sind, leisten die Notfallbetreuer die bei der Nachrichtenüberbringung mit vor Ort, sind »Erste Hilfe für die Seele« und psychosoziale Akuthilfe für die Betroffenen. 

Handschrift hinterlassen

Sigrid Lettau, Vorsitzende des Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Lahr, begrüßte. Sie sprach ihren Dank an die Vorantreiber der Notfallbetreuung Lahr, Robert Ibig und Martin Jakubeit aus »beide haben mit ihrer Arbeit ihre Handschrift hinterlassen«, bekräftigte die Vorsitzende. 

Mit Robert Ibig, Rettungsassistent beim Badischen Roten Kreuz, gründeten am 1. Juli 1998 der verstorbene Polizist Claus Groh und der damalige Polizeipsychologe Martin Jakubeit in Lahr die NFB. Bereits drei Tage nach der Gründung, am 4. Juli 1998, hatten sie ihren ersten Einsatz zu leisten. 

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Heute absolvieren 17 NFB-Mitarbeiter den ehrenamtlichen Dienst am Mitmenschen, und das an 365 Tagen im Jahr, 24-Stunden lang. Robert Ibig erwähnte zu Recht mit Stolz dass, »bis heute nicht ein Dienst unbesetzt geblieben ist«. Er weiß aber auch, dass ohne die vielen Ehrenamtlichen ein derartiger Dienst überhaupt nicht möglich wäre, denn »uns fehlen einfach die angestellten Arbeitskräfte«. 

An die Anfänge erinnert

Im Rückblick auf 20 Jahre NFB Ortenau Lahr erinnerte Martin Jakubeit an die Anfänge der Notfallbetreuung durch den Flugzeugabsturz 1988 in Ramstein während einer Flugshow. 690 Einsätze hat die NFB rund um Lahr seit der Gründung geleistet, dabei 1950 Einsatzstunden absolviert, wobei der längste NFB-Einsatz einmal zwölf Stunden dauerte. Er erinnerte an den verstorbenen Mitbegründer Claus Groh und schloss seine Rede mit den Worten »Claus, es läuft gut, danke«. 

Birgit Willoth-Sacherer, Vertreterin des Landesverbandes des DRK nahm die Ehrung von Robert Ibig, Martin Jakubeit und Willi Wagner vor. Thomas Happersberger, Feuerwehrkommandant der Feuerwehr Lahr, sprach auch seinen Dank an die Gründer der Notfallbetreuung aus. »Von den 20 Jahren, die es die Notfallbetreuung hier in Lahr gibt, konnte ich selber 15 Jahre miterleben und weiß daher ganz genau, was der Arbeitskreis und die Ehrenamtlichen leisten.« 

Robert Ibig blieb das Schlusswort übrig. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für das Erscheinen und lud zum geselligen Ausklang ein. Musikalisch wurde dieser von der Band »Stimmband« unterstützt. 

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