Lahr/Berlin

Nur »Ausreichend« für Radler

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20. Februar 2015

Auch in Lahr versucht man zunehmend, die Radfahrer vom Trottoir herunterzuholen und stattdessen Schutzstreifen auf der Fahrbahn zu markieren. Doch viele Radfahrer fühlen sich dadurch verunsichert. ©Stadt Lahr

Lahr ist nicht fahrradfreundlicher geworden. Das geht aus dem gestern in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der Interessengemeinschaft Rad hervor. Demnach landet Lahr bei den Städten unter 50 000 Einwohnern erneut im Mittelfeld.

Lahr. Exakt auf Platz 134 der 292 teilnehmenden Städte unter 50 000 Einwohnern hat es Lahr beim jüngsten Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der Interessengemeinschaft Rad geschafft. Im Landesvergleich liegt Lahr auf Platz 19 von 41. Gegenüber dem letzten Test 2012 hat sich Lahr nicht verändert.
122 Lahrer hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Im Durchschnitt geben die Lahrer ihrer Stadt in Sachen Fahrradfreundlichkeit die Note 3,6 – also »ausreichend«.
Auffallend ist laut ADFC­, dass die Bewertungen relativ uneinheitlich sind im Vergleich zu anderen Städten. Unzufrieden sind Lahrs Radfahrer vor allem mit der Möglichkeit, Räder im Bus mitzunehmen, den vielen Diebstählen und dass das Falschparken nicht geahndet wird. Mehrere Befragte kritisierten zudem, dass nicht fürs Radfahren geworben wird.
Eine Frage bot den Befragten die Möglichkeit, einmal loszuwerden, was sie schon immer in Sachen Fahrradsituation in ihrer Gemeinde mitteilen wollten. 57 von den 122 teilnehmenden Lahrern machten davon laut ADFC zum Teil ausführlich Gebrauch. Die Stellungnahmen aus der »offenen Frage« werden laut ADFC-Statement gesondert ausgewertet und der Stadtverwaltung übermittelt.
Auffallend sind mehrere Klagen über aggressive Autofahrer, die sich auf die grünen Aufstellflächen an den Ampeln aufstellen und den Mindestabstand beim Vorbeifahren nicht einhalten. Rollerfahrer auf Radwegen (etwa auf dem Radweg entlang der Schutter) sind ein weiteres Ärgernis. Auch gibt es mehrere Stellen, wo Radwege von Baumwurzeln angehoben wurden und instand gesetzt werden müssten. Viele Hindernisse, die ein zügiges Vorwärtskommen behindern, werden bemängelt. In der Innenstadt werden attraktive Abstellmöglichkeiten mit Schließfächern gefordert.
Verunsicherung
Aus nicht wenigen Ausführungen spricht die Verunsicherung über die auch in Lahr zunehmend angewendete Praxis, den Radverkehr wieder vom Trottoir herunterzuholen und stattdessen Schutzstreifen auf der Fahrbahn zu markieren. Hier sollte von der Verkehrswacht und den Medien Verkehrserziehung geleistet werden.
Positiv bewertet wurden dagegen freie Einbahnstraßen und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Ein deutliches Lob gibt es auch für die in jüngster Zeit verwirklichten Maßnahmen: Note 2,9 – eine ganze Note besser als der Städtedurchschnitt.
»Fahrradfreundlichkeit ist ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt«, so ADFC-Vorsitzender Georg Singrin. Der Fahrradklima-Test zeige für andere Städte, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Mit weiteren Maßnahmen ließe sich laut Singrin die Situation deutlich verbessern. »Wenn Lahr will, dass mehr Menschen aufs Rad steigen und damit etwas Gutes für ihre Gesundheit und für ihre Stadt tun, dann muss noch mehr getan werden. Der ADFC und die Interessengemeinschaft Rad stehen mit Fachwissen als Dialogpartner bereit.«

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