Lahr/Schwarzwald

OB gegen Oßwald: Streit um LGS-See in Lahr geht weiter

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red/dk
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06. Dezember 2018
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Zwischen Lukas Oßwald und OB Wolfgang G. Müller kracht es.

Zwischen Lukas Oßwald und OB Wolfgang G. Müller kracht es. ©Grafik: Christel Stetter-Golderer

Der Streit zwischen Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und Ex-Stadtrat Lukas Oßwald geht in die nächste Runde.

Oßwald hatte in der Fragestunde der Gemeinderatssitzung am 19. November neun Fragen formuliert. Sieben davon betreffen die zu Ende gegangene Landesgartenschau (LGS). Die übrigen zwei behandeln die Themen Wohnen und Wirtschaft. Am Dienstag antwortete Müller auf seine Bürgeranfrage (wir berichteten). Oßwald, der von 2009 bis 2017 für die Linke Liste Lahr im Gemeinderat saß, lässt die darin vom OB an ihn gerichtete Kritik nicht auf sich sitzen. In einem Antwortschreiben reagiert er gestern auf die Aussage Müllers, er führe eine Privatfehde gegen die LGS. Diesen Vorwurf bezeichnet er als »absurd«. Er habe alle Projekte der LGS, von deren Nachhaltigkeit er überzeugt sei, immer konsequent mitgetragen und entsprechend abgestimmt. »Das betrifft vor allem das Gebiet im Mauerfeld. Selbst der Enteignung von Herrn Grafmüller hatte ich seinerzeit zugestimmt, weil das Gelände für die Anlagen rund um die Sporthalle Plus dauerhaft benötigt wird«, schreibt Oßwald.
 »Es gibt in Lahr nun mal auch sehr viele Menschen, die diese Schau so nicht mitmachen wollten, auch sie haben ein Recht auf Gehör«, so Oßwald weiter. Sein Versprechen, sich während der LGS nicht kritisch zu äußern, habe er eingehalten, um niemandem die Freude zu verderben.

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Undichter LGS-See

Oßwald wirft dem Oberbürgermeister eine zu große LGS vor. Der Satz Müllers »Mit mir wird es keine mickrige Gartenschau geben« habe den Oberbürgermeister geprägt. »Das ist es, was es zu kritisieren gilt, und das lasse ich mir als Bürger der Stadt Lahr trotz ihrer immer wiederkehrenden persönlichen Diffamierungen nicht nehmen«, heißt es in Oßwalds Antwort-Schreiben weiter. Einzig Müllers Erklärung auf die Frage nach eventuell vergifteten Stuttgart 21-Böden akzeptiert Oßwald als beantwortet. Bezüglich des undichten LGS-Sees hatte Müller angegeben, dass bislang rund 700 000 Kubikmeter Wasser einschließlich der Erstbefüllung hineingepumpt wurden. »Geht man von einem Wasservolumen von 35 000 Kubikmetern aus, wurde der See bereits 20-mal befüllt«, rechnet Oßwald vor. Bei der Frage um die Besucherzahl der LGS bezeichnet der Ex-Stadtrat es als »nicht glaubhaft«, dass eine elektronische Erfassung teurer geworden wäre. Bei der Besucher-Bilanz seien bloß unseriöse Zahlen mit anderen unseriösen Zahlen verglichen worden, schreibt Oßwald.

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