Friesenheim - Schuttern

Ortschaftsrat Schuttern diskutiert über Verkehrskonzept

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 3 Minuten
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13. November 2019

©Wolfgang Schätzle

Fehlende Beleuchtung, zunehmender Lkw-Verkehr und eine Ortsumfahrung: Die Fortschreibung des Verkehrskonzepts in Friesenheim hat im Ortschaftsrat in Schuttern am Dienstag zu einigen Diskussionen geführt. 

Es sollte eine teilweise hitzige Debatte werden, die sich in der Sitzung des Schutterner Ortschaftsrats am Dienstagabend abzeichnete. Schon zu Beginn verwies Guido Leberl (CDU) auf eine Falschmeldung, die für viel Verwirrung und Unmut in der Bevölkerung gesorgt habe. „Das hat einfach nicht gestimmt.“ Leberl bezog sich auf die Aussage, dass der Schwerlastverkehr in Schuttern um 40 Prozent zurückgegangen sei, seit die Aus- und Einfahrt zum Flugplatzgelände für Lkws gesperrt wurde.

Die Anwohner waren zurecht verwundert, so Leberl, weil sie das ganz anders beobachten können. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf klärte auf. In der Darstellung der Zahlen aus der Verkehrszählung von 2008, die für den Vergleich herangezogen wurde, war eine sehr hohe Zahl von Schwerlasttransportern angegeben. Die Schüler hätten damals jeden Kleintransporter in der Zählung als Lkw angegeben, was nun im direkten Vergleich zur Diskrepanz führte. So ist tatsächlich derzeit keine Verringerung des Aufkommens festzustellen. 

Kritische Äußerungen

Nachdem Kopf den Tagesordnungspunkt „Beratung Verkehrskonzept“ aufgerufen hatte, entwickelte sich eine Diskussion. Siegfried Greiner (CDU): „Ich sehe keinen Sinn, über Dinge hier und heute zu beraten, die sich bis 2030 abspielen sollen.“ Es werde über Dinge diskutiert, die höchstwahrscheinlich nicht realisiert werden können. Auch Leberl äußerte sich kritisch. Mit Blick auf die vielen Vorschläge für das Gemeindeentwicklungskonzept findet er es nicht gut, wenn Bürger zur Mitarbeit eingeladen werden und sich stundenlang Gedanken machen und diese aber wahrscheinlich nie zur Debatte stehen. Wenn dem so sein sollte, wäre er als Vertreter der Bevölkerung sehr enttäuscht. 

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Generelles Tempo 30 im ganzen Ort begrüße der Ortschaftsrat nicht. Da eine Tempo-40-Regelung nicht zulässig sei, wie Bauamtsleiter Markus Reinbold erklärte, wurde dieser Gedanke verworfen.  Zur Abstimmung hatte der Ortsvorsteher dann elf Punkte angesetzt, die allesamt zur Prüfung an die Verwaltung eingereicht werden sollen. Abgelehnt wurde vom Gremium bei einer Gegenstimme die Einführung eines Gemeindevollzugsdienstes zur Überwachung des Parkraums.

Hier waren sich die Räte einig, dass in einem Ort wie Schuttern das Miteinander-Reden im Vordergrund bleiben soll. Greiner brachte mit seinem Stimmverhalten seinen Unmut zum Ausdruck und stimmte bei den meisten Punkten mit Nein. Einstimmig waren die Ortschaftsräte für die Prüfung eines generellen Durchfahrtverbots für den Schwerlastverkehr, sofern es Ausweichmöglichkeiten gibt. Hier war auch die Prüfung der Nordumfahrung oder gar einer Südumfahrung im Gespräch. Joseph Hugelmann (GLU), der als Gemeinderat anwesend war, gab zu bedenken, dass eine Nordumfahrung finanziell nicht machbar sei. 

Fuß- und Radweg

Er war es auch, der eine Südumfahrung quer über den Flugplatz ins Spiel brachte. Einstimmig wurde außerdem beschlossen, dass der Gemeinderat eine mögliche Beleuchtung des Fuß- und Radwegs zum Bahnhof prüfen soll. Auch hier sprach sich Hugelmann gegen eine Maßnahme aus. Sein Argument: In Zeiten von Klimawandel und Energieeinsparung müsse nach anderen Lösungen gesucht werden. Allesamt war immer wieder die Aussage bestimmend: „Warum machen wir das denn überhaupt? Besprechen, prüfen, zurückgeben, dann wieder besprechen.“ Reinbold antworte: „Damit auf dem Weg der Planung nichts vergessen wird.“

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