Verkehrskonzept in Oberweier

Ortschaftsrat stimmt gegen flächendeckendes Tempo 30

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 3 Minuten
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14. November 2019

In der Friesenheimer Hauptstraße gibt es bereits Tempo 30. In Oberweier soll es das jedoch nicht einheitlich geben. Dafür hat sich der Ortschaftsrat ausgesprochen. ©Walter Holtfoth

Kein Tempo 30 auf Oberweiers Straßen – dafür hat der Ortschaftsrat in einer Sitzung am Mittwoch gestimmt. Für die Fortschreibung des Verkehrskonzepts wurden noch weitere Maßnahmen vorgeschlagen.

Die Fortschreibung des Verkehrskonzepts kostet auch in Oberweier am Mittwochabend sehr viel Zeit. Ortsvorsteher Andreas Bix wollte mit seinen Einführungsworten darauf hinweisen, dass mit der Fortschreibung des Verkehrskonzeptes ein richtiger Brocken Arbeit zu bewältigen wäre. Zuvor brachte Peter Pilgram (CDU) Anregungen von Bürgern in die Frageviertelstunde ein. So sei der Umstand des Wassertourismus bei den Oberweirer Brunnen ein altes, leidiges Thema. Hunderte  Autos werden täglich gezählt und stellten inzwischen eine Belastung für die Anwohner dar. Bix sagte zu, weiter an Lösungen zu arbeiten. „Ich verstehe nicht, was die Menschen an der Quelle finden.“ Das Wasser habe nicht einmal Trinkwasserqualität. 

Das Verkehrskonzept war aber das eigentliche Thema des Abends, galt es doch, Themen aus den Vorschlägen zu besprechen und zur Prüfung an die Verwaltung zurückzugeben. „Wir suchen heute keine Lösungen, sondern nur Vorschläge, die wir einbringen wollen“, sagte Bix. Besprochen wurde unter anderem eine einheitliche Geschwindigkeit. Allgemein Tempo 30 auf allen Straßen wurde im Konzept vorgeschlagen. Eine Maßnahme, die das Gremium mehrheitlich bei drei Ja- und sechs Nein-Stimmen ablehnte.

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Wäre Tempo 40 möglich, dann sähe das anders aus, so Julius Haas (CDU). Dies allerdings lässt die neue Gesetzgebung nicht zu. Zur Parkraumüberwachung durch einen Gemeindevollzugsdienst stimmten ebenfalls drei Ratsmitglieder dafür und die überwiegende Mehrheit dagegen. „Ich habe nichts gegen eine Geschwindigkeitskontrolle, auch wenn es mich persönlich treffen könnte“, sagte Wolfgang Kienzler (FWV). Diese Einstellung teilten allerdings nicht alle. Die Verkehrssituation rund um den Kindergarten gab Anlass für Diskussionen. Dort werden Tempolimits weitgehend ignoriert. „Gerade, wenn Autos vom Vollmerweg kommen“, so Rainer Moser (FW). Allerdings sei auch die Parksituation vor Ort recht kompliziert. Hier sprach Haas von der Erziehung mancher Eltern, die zu den Bring- und Holzeiten für teilweise chaotische Verhältnisse sorgen. Daher seien mehr Parkplätze an der Waldmattenhalle vorgesehen, die auch das Personal der Kindertagesstätte nutzen können. 

Feste Messanlage

Zu Tempolimits und deren Einhaltung bemerkte Bauamtsleiter Markus Reinbold: „Die Antwort liegt immer zwischen Gaspedal und Kupplung.“ Letztendlich stimmte das Gremium für die Installation einer festen Tempomessanlage mit der Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Im ÖPNV sei Oberweier bestens aufgestellt, hat einen Ringverkehr und ein dichtes Haltestellennetz. Der Ortschaftsrat schlägt als Verbesserung vor, der Haltestelle Seniorenresidenz Emmaus die höchste Prioritätsstufe einzuräumen. 

Info

Die weiteren Maßnahmen

Ein Bürgerbus und ein innerörtlicher Tarif für Fahrten wurden vom Oberweier Ortschaftsrat einstimmigem empfohlen. Gleiches Abstimmungsergebnis gab es auch für einen Fußgängerüberweg bei der Grundschule. 
Die Mitfahrbänkle, wie sie von Bürgern im Konzept gefordert wurden, kamen ebenso in den Vorschlagskatalog. Radfahrer sollen mittels Radfahrerschutzstreifen besser geschützt werden. Ein Verkehrsspiegel an der Kreuzung Haupt-, Römer-, und Talstraße erachteten die Ortschaftsräte hingegen nicht für sinnvoll. Ortsvorsteher Andreas Bix vertrat die Ansicht, dass ein Spiegel zu falschen Einschätzungen und somit zu Unfällen führen kann.  

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