Friesenheim - Heiligenzell

Patrozinium: Heiligenzell feiert Herz Jesu

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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04. Juni 2018
Die feierliche Prozession zog durch Heiligenzells Straßen. Gerade vor der Kirche waren die Blumenteppiche geprägt vom Herzen Jesu.

Die feierliche Prozession zog durch Heiligenzells Straßen. Gerade vor der Kirche waren die Blumenteppiche geprägt vom Herzen Jesu. ©Wolfgang Schätzle

Die Herz-Jesu-Gemeinde feierte am Sonntag ihr Patronatsfest. Pfarrer Steffen Jelic rief zur Mitmenschlichkeit und Liebe auf. Heiligenzells Kirchenchor ließ unter anderem die »Spatzenmesse« in der Pfarrkirche erklingen.

Sonne pur gab es zum Patronatsfest der Herz-Jesu-Gemeinde am Sonntag in Heiligenzell. Die Sonne verlieh den bunten Blumenteppichen vor der Pfarrkirche zusätzlichen Glanz. Und drinnen im Gotteshaus tat der Kirchenchor unter Leitung von Georg Eichner das gleiche bei der festlichen Eucharistiefeier. Denn das Patrozinium ist ein jedes Jahr auch ein ganz besonderer Tag für den Kirchenchor. 

Zur Aufführung kam diesmal die Messe C-Dur (KV 220) von Wolfgang Amadeus Mozart, die auch als »Spatzenmesse« bekannt ist. Diesen Beinamen erhielt sie im 19. Jahrhundert aufgrund der an Vogelgezwitscher erinnernden Vorschlagsfiguren im Allegro des Sanctus. Rund 242 Jahre nach deren Uraufführung im Salzburger Dom war nun die »Spatzenmesse« in der Heiligenzeller Herz-Jesu-Kirche zu hören. Weiter erklang Anton Diabellis »Ave Maria« mit den Solisten Antje Thomaschke (Sopran) und Martina Seifert (Alt). Als weitere Solisten brillierten Adalbert Mutz (Tenor) und Martin Baumeister (Tenor). Abgerundet wurden die Gesangssoli durch ein »Laudate Dominum« von Giovanni Battista Borghi. Mit den Trompetern Marcus Fehrenbach und Armin Heinz bereicherten zudem zwei Instrumentalsolisten das musikalische Begleitprogramm im Concerto in D-Dur von Francesco Manfredini. An der Orgel spielte wie gewohnt Michael Bayer.

Kinder gestalten Blumenteppiche

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Die Blumenteppiche vor der Kirche waren übrigens geprägt vom Herzen Jesu. Drinnen im Gotteshaus prägte das Herz auch die Ansprache von Pfarrer Steffen Jelic. Er lud die Gottesdienstbesucher zu mehr Mitmenschlichkeit und Liebe ein – zu einem »Herzensumsturz in Gott«. Und buchstäblich das Herz auf ging einem beim Betrachten der Kinder, die – während die Großen in der Kirche feierten – im Klosterhof ihre ganz eigenen Interpretationen eines Blumenteppichs beziehungsweise Herzens gestalteten.

Gemeinsam ging es dann, angeführt vom Kreuz, wehenden Fahnen und der Musikkapelle unter Leitung von Aurelian Kindilide, durch Heiligenzells Straßen. Das Allerheiligste in der Monstranz wurde von Pater Tijo Thomas Parathottiyil, dem Vikar der katholischen Kirchengemeinde Friesenheim getragen. Das Tor zum Klosterhof war erstmals zu Beginn der Prozession geschlossen. Dahinter stand die Hoffnung, dass möglichst viele auch den Prozessionsweg mitlaufen beziehungsweise bis zum Abschluss in der Kirche dabei bleiben und nicht schon vorab in den Klosterhof stürmen, in dem bereits alles für den Sektempfang vorbereitet war. Ein Experiment, das dann auch weitgehend gelungen ist. Beim Umtrunk im Klosterhof gab der Musikverein noch ein kleines Platzkonzert, das diesmal ungewohnt nicht mit dem erwarteten »Badnerlied«, sondern mit dem »Schwabengruß« ausklang. 

Das Herz-Jesu-Fest endete schließlich abends mit einer feierlichen Vesper, die von der Schola unter Leitung von Georg Eichner mitgestaltet wurde, in der Pfarrkirche.

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