Wenn sich zwei Künstler finden

Peikert und Weber stellen in »L’art pour Lahr« aus

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 2 Minuten
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23. Juni 2019

Jutta Peikert und Birgit Weber stellen in der Galerie »L’art pour Lahr« aus. ©Jürgen Haberer

Gestische Zeichnungen treffen auf archaisch anmutende Tonfiguren, der Mensch steht im Mittelpunkt des künstlerischen Dialoges. Birgit Weber (Seelbach) und Jutta Peikert (Rottenburg) bespielen gemeinsam die Künstlergalerie »L’art pour Lahr«. Vernissage ist am kommenden Donnerstag, 28. Juni. 

Die eine greift zum Zeichenstift und nähert sich dem Menschen sowie seiner gesellschaftlichen Interaktion in gestisch angelegten Skizzen. Die andere knetet Tonabfälle aus der Keramikproduktion, formt Skulpturen, die immer wieder die Beziehungsgeflechte des menschlichen Individuums reflektieren. 

Birgit Weber und Jutta Peikert haben sich kurz vor der Jahrtausendwende in der Künstlervereinigung »GEDOK Reutlingen« kennengelernt und schnell auch die Berührungspunkte ihres künstlerischen Schaffens erkannt. Drei Jahre nach ihrem Debüt bei »L’art pour Lahr« hat Birgit Weber nun die Freundin aus ihrer Zeit im Schwäbischen zu einer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie des Kunstvereins eingeladen. Unter dem Titel »menschlich« stellen sie Zeichnungen und Plastiken nebeneinander, laden ein zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Sichtweise auf den Menschen, die Facetten seiner sozialen und gesellschaftlichen Beziehungsgeflechte.

Die ursprünglich aus Lahr stammende Birgit Weber setzt dabei auf intuitive, oft nur skizzenhaft ausgearbeitete Zeichnungen, die sie auf Papierbahnen aneinanderreiht, oft auch ineinander verzahnt. Ihre Inspiration bezieht sie dabei aus persönlichen Begegnungen, aus Büchern, Theaterstücken und Filmen. Sie hinterfragt die menschliche Natur und gesellschaftliche Mechanismen, wirft Fragen auf, die den Betrachter mit den Denkprozessen der Künstlerin konfrontieren. Der Fokus liegt aber auch auf dem gestischen Schwung ihrer Linien und Striche. In einer kleinen Exkursion zur Malerei wird dann aber auch klar die Grenze zur Abstraktion überschritten.

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Skulpturen

Die Wurzeln von Jutta Peikert liegen in der Keramik, in den späten 1990er-Jahren hat sie damit angefangen, Skulpturen und menschliche Figuren aus Abfallresten zu formen. Es sind archaische – auf den ersten Blick – grob gearbeitete Figuren, die nur selten eine einheitliche Oberflächenstruktur aufweisen. Ihre Skulpturen nähern sich den frühen Ausdrucksformen der Menschheitsgeschichte an, zeigen Archetypen abseits der gängigen Schönheitsideale, erzählen von spirituellen Themen und menschlichen Beziehungen. Der Betrachter begegnet Figurengruppen und Säuglingen, die in schützenden Händen ruhen, alten Männern und üppigen Frauengestalten.

Die Ausstellung von Birgit Weber und Jutta Peikert ist bis zum 21. Juli in der Produzentengalerie von »L’art pour Lahr« in der Obertorstraße zu sehen. Die Vernissage ist am Donnerstag, 27. Juni, um 19 Uhr angesetzt. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag, 17 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr.    
 

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