Schwanau

Projekt "Mitfahrerbank" Schwanau feiert einjähriges Bestehen

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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21. Oktober 2019

Die „Mitfahrerbänke“ in Schwanau – wie hier in Nonnenweier – gibt es nun schon seit gut einem Jahr. Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. ©Thorsten Mühl

Nach einjährigem Bestehen steht fest, dass das Projekt „Mitfahrerbank“ zur kleinteiligen besseren Nahverkehrsanbindung in Schwanau noch Luft nach oben besitzt. Ein Ansatz für die Zukunft könnte in erweiterter Bewerbung bestehen.

Rückblende: Im Oktober 2017 hatte der Ortschaftsrat Nonnenweier eine Initiative für das Projekt „Mitfahrerbank“ angestoßen. Der Entschluss, das Thema konkreter weiter zu verfolgen, folgte im April 2018. Dabei war der Ansatzpunkt in der Riedkommune ein anderer als beispielsweise in Lahr oder im Schuttertal. Dort geht es um konkrete Verbindungen zwischen Lahr und Schuttertal, dem Aufbau einer Kette zur Überwindung größerer Distanzen.

Wirksame Ergänzung

Nach einigem Hin und Her klinkte sich nun auch Seelbach ins System (Schuttertal – Reichenbach – Kuhbach – Kernstadt) ein, wobei in Lahr allerdings auch nicht sämtliche Ortsteile Interesse am Projekt zeigten. In Schwanau gilt das Projekt als kleine, aber irgendwann vielleicht wirksame Ergänzung zur nicht optimalen Anbindung Nonnenweiers an den ÖPNV. Der Bürgerbus setzte erste positive Impulse, dennoch besteht weiter Optimierungsbedarf.

Fünf „Haltestellen“ mit Bänken in drei Ortsteilen sind eingerichtet worden – drei in Nonnenweier (Rathaus und Höhe Diakonissenhaus, beide Ottenheimer Straße) sowie beim ehemals braunen Haus (Nonnenweierer Hauptstraße 30, ehemals braunes Haus). Auf einfach gehaltenen Klappschildern kann der Fahrgast anzeigen, wo er hin möchte. Ziel ist es, dass Autofahrer, die den selben Weg haben, sie mitnehmen. Hinzu kamen zwei weitere Standorte in der Ottenheimer Schwarzwaldstraße (Volksbank) und in Allmannsweier beim Einkaufsmarkt (Allmannsweierer Hauptstraße). Aufgestellt wurden die Bänke vom Gemeindebauhof, die Finanzierung blieb mit einem Betrag zwischen 3500 und 4000 Euro insgesamt überschaubar.

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Ein Jahr nach dem Start im Oktober 2018 fällt die erste Zwischenbilanz im zu erwartenden Rahmen aus. „Eine Nutzung konnte ich im Laufe der Monate feststellen. Allerdings ist das Ganze bisher schon in einem gewissen kleineren Rahmen geblieben“, sagt Bürgermeister Wolfgang Brucker. 

Zu beobachten war unter anderem, dass Bänke auch einem anderen Zweck – nämlich dem Verweilen und Unterhalten dienten. „Wir hatten das Projekt ganz bewusst niederschwellig angesetzt. In eben diesem Umfang bewegt sich auch die bisherige Resonanz“, hält Brucker realistisch fest.

Weiterhin gute Idee

Nonnenweiers Ortsvorsteherin Dagmar Frenk hält die „Mitfahrerbank“ für eine weiterhin gute Idee, die durchaus ihren Zweck erfüllt habe „Natürlich besteht von Nutzerseite her noch Luft nach oben, wobei der Anspruch nie war, in vergleichbaren Dimensionen wie in Lahr oder im Schuttertal unterwegs zu sein“, so Frenk  Sie sieht verschiedene Ansatzpunkte für die Zukunft, unter anderem eine Ausweitung auf das bisher noch nicht ausgestattete Wittenweier. 

Hier wurde zumindest in den Ortschaftsratssitzungen von Bürgern bereits nachgefragt. „Man müsste sich auch Gedanken über die Bewerbung des Ganzen machen, um die Attraktivität zu steigern. Ebenso ginge es darum, Hemmschwellen bei Fahrern abzubauen, wenn es darum geht, Interessierte mitzunehmen“, überlegt die Ortsvorsteherin. Sie verspricht sich ebenfalls von einer Umsetzung als Teil im Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) genannter Punkte ebenfalls weiteren Rückenwind für das auf diese Weise noch ausbaufähige Projekt „Mitfahrerbank“.

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