Lahr

Puppenparade trotzt dem Regen

20. März 2017
&copy Jürgen Haberer&copy Jürgen Haberer

Kasper hat wohl seine Suppe nicht ausgelöffelt, und damit dem Lahrer Open-Air-Tag der Puppenparade eine alles andere als einladende Witterung beschert. Trotz Dauerregens lockte das Spektakel am Samstagvormittag aber die großen und kleinen Freunde des Figurentheaters in die Innenstadt.  

Eine Woche nach dem von der Sonne verwöhnten Auftakt der Puppenparade  Ortenau in Gengenbach hat die sechste Auflage des interkommunalen Festivals für Figurentheater auch in Lahr Fahrt aufgenommen. Am Freitagabend präsentierte das Kulturamt im Schlachthof die erste von drei Abendvorstellungen in der Stadt. Am Samstagvormittag folgte dann das von der Werbegemeinschaft unterstützte Freiluft-Spektakel in der Innenstadt. 
Der Open-Air-Tag hatte zwar mit dem nie wirklich abreißenden Dauerregen und den kühlen Temperaturen zu kämpfen. Kasper und seine Freunde ließen sich am Ende aber ebenso wenig verdrießen wie die großen und kleinen Freunde des Figurentheaters, die wieder von Aufführung zu Aufführung pilgerten. 

Mit leuchtenden Augen folgten sie den kurzerhand unter das Dach eines Zeltpavillons verlegten Aufführungen von »Kiepenkasper« Uwe Spillmann, dem wettergegerbten Mann aus dem hohen Norden Deutschlands, der mit seinem zur Theaterbühne umfunktionierten Weidenkorb längst zu den Institutionen des 1999 als Lahrer Puppenparade gegründeten Festivals gehört. Dabei war auch wieder die Freiburger Puppenbühne von Johannes Minuth, der bisher noch bei keiner Puppenparade fehlte. In ihrem Bewegungsradius allerdings deutlich eingeschränkt waren der nur unter den Arkaden des Alten Rathauses auftretende Drache »Onil« und seine Dompteuse »Omi Maurer«. Die ganz aus Schaumstoff bestehende Drachenhaut hätte sich im Regen wie ein Schwamm vollgesogen und damit das ohnehin schon knapp 30 Kilogramm wiegende von Kai Brugge getragene Gestell der Figur zusätzlich beschwert. 

Gefräßiger Drache

Die Aufführung selbst hatte es trotzdem in sich: »Onil« entpuppte sich als äußert gefräßiger Drache, der sich immer wieder von mutigen Kindern füttern ließ, bevor er dann laut grunzend ein Ei legte, aus dem schon nach kürzester Zeit ein kleiner Babydrache schlüpfte. 

Ganz anders die drei Stelzenläufer Wolfgang Hauck, Selina Erbel und Michele Martin. Die drei Akteure des im bayrischen Landsberg am Lech beheimateten Theaters auf Stelzen wandelten mit viel Grazie und Eleganz durch die Innenstadt und präsentierten ihre phantasievollen Kostüme mit venezianischen Charme. Obwohl in Lahr nur eine kleine Abordnung des 25-köpfigen Ensembles auftrat, sorgte das auf 1,60 Meter hohen Stelzen agierende Trio immer wieder für staunende Passanten. 

In der Puppenbauwerkstatt des Kinder- und Jugendbüros, die mittlerweile von Jahr zu Jahr mehr Zulauf verzeichnet, wurden viele Dutzend einfache Stabpuppen gebastelt. 

Die Puppenparade Ortenau läuft noch bis zum 26. März. 

Infos: www.puppenparade.de

Autor:
Jürgen Haberer

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