Lahr

Reit- und Fahrverein Ottenheim in der Corona-Pandemie

Autor: 
Hagen Späth
Lesezeit 3 Minuten
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13. November 2020

Mehr draußen ist man in Coronazeiten beim Reit- und Fahrverein Ottenheim – allerdings nicht beim Ferienprogramm. ©Archivfoto

Corona und die Vereine: Martin Frenk, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Ottenheim, über die Pflege der Anlage und die neuen Möglichkeiten, auch außerhalb der Halle die Pferde zu bewegen.

Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben ein. Vor allem Vereine sind betroffen. Wir fragen nach, welche Konsequenzen die Krise hatte und noch hat, wie die Vereine darauf reagieren und wie sie die weiteren Perspektiven sehen. Heute: Martin Frenk, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Ottenheim.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf das Vereinsleben?

Für uns wurden in diesem Jahr sämtliche Veranstaltungen wie die Reit- und Fahrturniere im Mai und August, die Vereinsmeisterschaften im Oktober und das Weihnachtsreiten abgesagt. Das trifft uns finanziell hart. Im sportlichen Bereich war und ist im Rahmen der Corona-Verordnung des Landes lediglich Einzelunterricht möglich. Gruppenunterricht ist in der Halle nicht erlaubt. Beim Reiten gilt alles, was mehr als einer ist, als Gruppe. Den Einzelunterricht organisierten die Jugendleiterinnen Rita Geppert und Andrea Jakober. Engagierte Mitglieder nutzten die Zeit, um die gesamte Vereinsanlage zu pflegen und neu zu bepflanzen. Die Mäharbeiten wurden organisiert und die neu gepflanzten Bäume gepflegt. Insofern zeigte es sich, dass ein intaktes und harmonisches Vereinsleben vorherrscht.

Wie hat der Verein auf die Einschränkungen reagiert?

Wer nicht am Einzelunterricht teilnahm, der musste, um die Reit- oder die Longierhalle nutzen zu können, sich über eine App einloggen; so wusste jeder, wann und wie lange er die Halle nutzen kann. Zusätzlich waren Listen ausgelegt, in die sich jeder eintragen musste, damit bei einer eventuellen Infektion eine Nachverfolgung möglich ist. Überall, wo sich Mitglieder innerhalb der geschlossenen Räume aufhalten konnten, standen Desinfektionsmittel bereit. Während der Sommermonate wurden, um die Hallen zu entlasten, im Freigelände Möglichkeiten geschaffen, um die Pferde auch draußen zu bewegen. Auch wenn das Training nicht in dem Maße, wie wir es gerne gemacht hätten, möglich war.

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Wenn die CoronaPandemie andauert, welche Konsequenzen wird das auf den Verein und das Vereinsleben haben?

Sofern die Pandemie andauert, müssen wir uns andere Konzepte überlegen. Hierzu zählt beispielsweise, dass Pferdesportveranstaltungen ohne Zuschauer ausgerichtet werden. Oder um einem Mitgliederschwund oder einem finanziellen Desaster vorzubeugen, müssten wir neue Aktivitäten in- und außerhalb des Pferdesports anbieten. Da sind wir aber noch im Stadium des Ideensammelns.

Martin Frenk, Vorsitzender des Ottenheimer Reitvereins. Foto: privat

Martin Frenk (64) ist seit früher Kindheit im Verein und mit einer Unterbrechung seit 14 Jahren Vorsitzender. Der Verein hat 323 Mitglieder, davon 105 Aktive in den Abteilungen Dressur, Springreiten, Fahren und Jugend.

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