»Schwanauer Künstler« (2/8)

Renate Schnak aus Ottenheim kam 2007 zur Malerei

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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05. September 2018

Renate Schnak aus Ottenheim kam erst spät zur Malerei. Doch schon als Kind hat die heute 66-Jährige gerne »gekritzelt«. ©Hans Weide

Eine lebendige kreative Szene gibt es nicht nur in der Stadt. Wer den Blick ins Ried richtet, findet einige »Schwanauer Künstler«, die ihrer Phantasie Form geben. Sieben stellt der Lahrer Anzeiger in seiner neuen Serie donnerstags vor. Heute: Renate Schnak aus Ottenheim. 
 

Man kann Renate Schnak aus Ottenheim als eine spät Berufene bezeichnen, denn erst 2007 begann die heute 66-Jährige mit dem Malen – was inzwischen zu ihrer großen Leidenschaft geworden ist. Zuvor war ihr Leben von vielseitigen beruflichen Entwicklungen geprägt. Hinzu kam ein Haushalt mit zwei Kindern. Als diese erwachsen und selbstständig waren, wurde endlich der Weg frei für das, was sie schon immer tun wollte, nämlich Malen. 

Als Kind hat sie, wie sie sagt, schon immer gern »gekritzelt«. Das war noch in Friesenheim, wo sie aufgewachsen ist, bevor sie der Liebe wegen nach Ottenheim zog. Jetzt hatte sie endlich die Gelegenheit, dieses »Kritzeln« künstlerisch zu gestalten. 

Nach mehreren Kursen malte sie zunächst Bilder in Aquarell und stieg dann 2012 auf Acrylfarben um, mit denen sie heute in verschiedenen Techniken malt. Im Rahmen einer malerischen und zeichnerischen Ausbildung mit Schwerpunkt abstrakter und figurativer Malerei, bei der Künstlerin Susanne Holzmann aus Schutterwald, erwarb sie zunächst die Grundlagen für diese Kunstrichtung. Inzwischen hat sie schon ihre Werke bei vielen Ausstellungen gezeigt, angefangen in ihrer Heimatgemeinde Schwanau, unter anderem aber auch in Lahr und Friesenheim, gezeigt.

Farbenfrohe Werke

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Meine Liebe zur Malerei ist geprägt von Liebe, Freundschaft und Wärme, von Menschen, Begegnungen und Geschichten, sagt sie im Hinblick auf ihre Motive. Gedanken zu diesen Begriffen werden dann von ihr in Acryl umgesetzt. Sie malt ihre Motive, die sie im täglichen Leben findet, überwiegend gegenständlich. Dabei ist sie in ihrer Gestaltung selbstständig und frei, das heißt, unabhängig vom Käufer und Zeitgeschmack. Ihre Themen sind Tiere, Landschaften – vor allem aber der Mensch. Ihre in der Regel optimistischen, farbenfrohen Werke vermitteln Gefühle, wobei der genaue Betrachter sich in diese Gefühle hinein versetzen kann. Da sie Strukturmasse und Spachtel gleichermaßen benutzt, wirken ihre Bilder darüber hinaus oftmals dreidimensional. 

»Meine Ideen kommen meistens spontan. Manchmal habe ich sie aber lange im Kopf, bevor ich sie umsetzen kann«, sagt sie dazu. In ihrem Atelier auf dem Dachboden ihres Hauses ist sie ungestört und so entstehen ihre Werke, indem sie allein ihre Inspirationen auf sich wirken lassen kann. Jedes für sich ist somit einmalig. 

Wer diesen Dachboden betritt, bemerkt sofort, dass die Künstlerin nicht nur auf Leinwand, sondern inzwischen auch auf Holz malt. Das bezeugen eine Reihe von Fensterläden und Stühlen, die mit unterschiedlichen Farben und Motiven bemalt sind, wobei nicht nur die Größe, sondern auch die Form und sogar die Holzart der Objekte eine Rolle gespielt haben, erläutert sie dem Betrachter. 

Viele Frauenmotive

Schaut man sich den Katalog ihrer Bilder an, so fallen die lebendigen, freundlichen und oftmals leuchtenden Farben auf, die auf den Betrachter fröhlich wirken. Im Kontrast dazu gibt es aber auch dunkle, gedrückte Bilder wie zum Beispiel »Mystische Stimmungen« oder »Geheimnisvoll«. »Weiblichkeit und Sinnlichkeit ist meine Inspiration«, sagt sie unter anderem zu den vielen Frauenmotiven, die ihren Katalog schmücken. Das ist ein weiterer Aspekt ihre vielseitigen Motive.

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