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Friesenheim - Schuttern

Rippberger Jugend verabschiedet sich von Schuttern

Zweiwöchiges Zeltlager ging am Donnerstagabend mit einer beeindruckenden Lichterprozession durchs Dorf zu Ende
12. August 2017
&copy Wolfgang Schätzle&copy Wolfgang Schätzle

Mit über 100 rot leuchtenden Lichtern und etlichen Fackeln sagte die Rippberger katholische Jugend am Donnerstag schweigend »Danke« für zwei erlebnisreiche Wochen in Schuttern.

134 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Marsbachtal (Odenwald) waren in den vergangen zwei Wochen zu Gast in Schuttern – nach 2011 und 2015 bereits zum dritten Mal. Sie alle waren Teilnehmer am Sommerlager der katholischen Jugend Rippberg-Glashofen (wir berichteten). Wie es ihrer nunmehr 53-jährigen Tradition entspricht, verabschiedeten sie sich am Donnerstagabend mit einer Lichterprozession durch Schuttern. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf zeigte sich vom traditionellen Abschluss überaus beeindruckt. Beeindruckt sei er auch schon tags zuvor gewesen, er hatte am bunten Abend der Gäste aus Walldürn teilgenommen.

Nachdenklich und dankbar
Mario Kern, der frühere Lager-Chef, der noch einmal in Schuttern dabei war, stimmte die Teilnehmer auf dem Schulhof auf die Lichterprozession ein: Es sei nun an der Zeit, ein bisschen nachdenklich zu werden, Abschied zu nehmen, Dankeschön zu sagen – für zwei Wochen Zeltlager, für zwei Wochen Ferien, aber auch für zwei Wochen Gastfreundschaft. Zunächst ging es von der Offohalle mit Fackeln und roten Kerzenlichtern über die Prinzenstraße und den Kirchweg zur Schutterner Hauptstraße – schweigend: ein beeindruckendes Erlebnis. Wie an der Perlenschnur aufgereiht ging es wortlos weiter über Klosterstraße, Oberdorfstraße, Dienstgartenstraße und Herrenstraße erneut zur Schutterner Hauptstraße. Die Rippberger wollten möglichst von ganz Schuttern Abschied nehmen, und so ging es weiter über Unterdorfstraße, Offostraße, Pirminstraße, Breitestraße und Hallenweg zurück zur Offohalle. Schade nur, dass obwohl die Prozession angekündigt war, nur wenige »Zaungäste« den leisen Abschied wahrnahmen und sich über die vorbeiziehenden jungen Leute aus dem Odenwald freuten. 

Riesiges Lagerfeuer
Zurück bei der Halle ging es an den Lagerfeuerplatz nahe der Schutter, wo ein riesiges Feuer entfacht wurde. Die Lichterprozession, der Abschluss am lodernden Feuer – das alles unterliegt seit Jahrzehnten einem bestimmten Ritual. Dazu gehören auch ein Segensgebet und das Lied »Nehmt Abschied Brüder«, das noch einmal zum Abschluss erklang. 

Nur zwei Tage verregnet
Es waren schöne Tage in Schuttern, so Sarah Dahl­hues von der Lagerteitung. Nur zwei Tage waren verregnet – aber das habe man gut auffangen können dank der Offohalle, ihnen über die ganze Zeit zur Verfügung stand. 

Gestern ging es dann für die Kinder und Jugendlichen und den größten Teil der Betreuer via Bus zurück ins heimische Rippberg. Einige Betreuer sind heute noch damit beschäftigt die ganze Logistik wieder abzubauen.

Autor:
Wolfgang Schätzle

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