Lahr

Roboter-AG am Lahrer Scheffel-Gymnasium

Autor: 
Antje Massa
Lesezeit 3 Minuten
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19. Mai 2014
Die Mädchen und Jungen der Roboter AG probieren aus, ob sie ihren Roboter richtig programmiert haben und dieser auf der schwarzen Linie entlangfährt.

Die Mädchen und Jungen der Roboter AG probieren aus, ob sie ihren Roboter richtig programmiert haben und dieser auf der schwarzen Linie entlangfährt. ©Antje Massa

Seit Anfang des Schuljahres gibt es am Scheffel-Gymnasium eine Roboter-AG. Ins Leben gerufen hat sie ein Vater, der auch die AG leitet.

Michael Rienks ist Vater eines Sechstklässlers am Scheffel-Gymnasium. »Ich wollte unbedingt, dass es am Scheffel-Gymnasium eine Roboter-AG gibt«, sagt er. Jetzt leitet der 55-jährige Maschinenbau-Ingenieur die AG, die mit 16 Schülern sogar eine der größten Arbeitsgemeinschaften an dem Lahrer Traditionsgymnasium ist.

Angesprochen wurden Sechst- und Siebtklässler, von denen nun zwölf Jungen und vier Mädchen jeweils zu zweit einen Roboter bauen und gemeinsam programmieren. Unterstützt wird Rienks von Thomas Stihl, Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik am »Scheffel«.

»Ich habe den Kindern am Anfang zwei Roboter-Modelle zur Auswahl vorgestellt und erläutert, was man alles damit bauen und programmieren kann«, erklärt Michael Rienks den Ablauf der AG. Die Schüler hätten sich gemeinsam für ein Modell entschieden, das als Bausatz bestellt wurde.

Spätere Erweiterungen sind möglich und auch geplant. Finanziell unterstützt wird die AG dabei vom Freundeskreis des Scheffel-Gymnasiums.

»Anhand der ausführlichen Anleitung bauen die Kinder die rund 100 Einzelteile selbstständig zusammen«, erzählt Thomas Stihl und ergänzt: »Nur wenn sie nicht weiterkommen, helfen wir.« Ziel ist es, die Schüler diese Aufgabe so selbstständig wie möglich erarbeiten zu lassen – angesichts der Kleinstteile (Widerstände), die auf Platinen zu löten sind, eine echte Herausforderung für die Jugendlichen.

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Doch denen scheint die Aufgabe große Freude zu bereiten. So berichtet der 13-jährige Daniel Achim: »Ich schraube auch zu Hause an meinem PC, daher fand ich den Zusammenbau eher einfach.« Schwieriger sei das Schreiben des ersten eigenen Programms gewesen, um dem Roboter die Befehle zum Fortbewegen und Steuern zu geben.

Auch Celina Paepke (12 Jahre) ist von den Robotern fasziniert: »Auf einer Messe in Berlin habe ich menschliche Roboter gesehen, was ich total interessant fand.« Jetzt hat sie zu Weihnachten ihren eigenen Roboter geschenkt bekommen, den sie allein zusammenbaut und bald programmieren will.

Steuerung per Bluetooth

Bei der Programmierung, die in der schon seit den frühen 70er-Jahren entstandenen Sprache »C« geschieht, müssen die Kinder den Roboter so programmieren, dass Leuchtdioden aufleuchten oder der Roboter auf einer schwarzen Linie entlangfährt, die auf einem weißen Untergrund aufgemalt ist. Und dabei beweisen die Schüler erstaunliche Pfiffigkeit, wenn es darum geht, Lösungen zu finden. »Einige Schüler haben sich Zusatzteile gekauft und steuern ihren Roboter nun mit ihrem Smartphone und einer speziellen App per Bluetooth«, so Rienks. Es ist wohl der einzige Moment, an dem die Schüler offiziell ihr Handy in der Schule benutzen dürfen.

Spannend wird es für die Jugendlichen, wenn ihr Roboter auf die schwarze Linie gesetzt wird und das Programmierergebnis direkt kontrolliert werden kann. Funktioniert es nicht, geht es an die Fehlersuche. Klappt es, ist die Freude groß bei den jungen Roboter-Experten.

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