Lahr

Roth-Händle-Areal wird zum Sanierungsgebiet

Autor: 
Sophia Körber
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2019

Die Grafik zeigt, wie ein 11 000 Quadratmeter großer Bereich des Roth-Händle-Areals in Lahr entwickelt werden soll. ©Büro Wilhelm

Der Technische Ausschuss hat die Sanierungsziele des Roth-Händle-Areals in Lahr zugestimmt. Damit ist der nächste Schritt für die neuen Wohnungen auf dem Gelände getan. 

Die Zustimmung war die Voraussetzung für die Firma Wilhelm, mit den Planungen der 60 bis 70 Wohnungen fortzufahren. Die Acherner Firma hat vor zirka einem Jahr Teile des Roth-Händle-Areals aufgekauft. 
In der Sitzung am Mittwoch gab Rüdiger Kunst, Geschäftsführer des Unternehmens Kommunale Stadterneuerung, einen Überblick über die vorbereitende Untersuchung. „Wir haben in mehreren Sprechstunden mit den Eigentümern und Mietern gesprochen.“ Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass einige Missstände vorliegen. 

Seit über zehn Jahren ist die ehemalige Fabrik der Firma „Badische Tabakmanufaktur Roth Händle“ stillgelegt. Der Großteil des Gebäudes steht unter Denkmalschutz. „In dem Gebiet sollen vor allem Wohnungen entstehen, aber auch Gewerbe“, betonte Kunst. 

Einiges modernisieren

Vor allem die leer stehenden, beziehungsweise ungenutzten Gebäude müssen saniert werden. Die privaten Gebäude auf dem zirka 30 000 Quadratmeter großen Areal haben teilweise eine schlechte bauliche Beschaffenheit. Weitere Schwächen sieht Kunst in der Parkraumsituation entlang des Industriehofs, der Straßenraumgestaltung, der Barrierefreiheit der Gehwege und der mangelnden Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums. „Die Untersuchungen haben gezeigt, dass ein erhöhter Modernisierungs- und Entwicklungsbedarf vorliegt.“ 

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Auch auf die Ziele ging Rüdiger Kunst in der Sitzung kurz ein. „Wir wollen den historischen Charakter des Areals selbstverständlich erhalten“, betonte er. Die Wohn- und Geschäftsgebäude sollen jedoch aufgewertet werden. Die Gebäude sollen modernisiert und Wohnraum und notwendige Stellplätze geschaffen werden. „Die Grünflächen sollen natürlich nicht zu kurz kommen. Diese sollen ebenfalls aufgewertet werden.“

Der Technischen Ausschuss stimmte der vorbereitenden Untersuchung und auch den Sanierungszielen einhellig zu. Ein wichtiger Aspekt für alle Mitglieder waren jedoch die Grünflächen. „Es ist gut, dass das Projekt auf den Weg gebracht wird. Grünflächen dürfen jedoch nicht für Parkplätze verloren gehen“, sagte Klaus Schwarzwälder (Freie Wähler). Auch Walter Caroli (SDP) griff dieses Thema auf: „Wir hätten die Möglichkeit, mit einer Tiefgarage möglichst viel Grün erhalten zu können. Anstatt die Oberfläche zu reduzieren, sollte in die Tiefe gebaut werden.“ Ilona Rompel (CDU) stimmte dem zu, wobei eine Tiefgarage mit Sicherheit auch höhere Kosten mit sich bringe.

Verkehrsproblem

Dass mit der Sanierung auch eine bessere Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs an das künftige Wohngebiet einhergehen muss, forderte Dorothee Granderath (Grüne) in der Sitzung. „Bereits jetzt sollte überprüft werden, wie derzeit die Anbindung ist; nicht, dass wir hinterher über ein Verkehrsproblem stolpern. Das muss gleichzeitig mit der Baustelle in Angriff genommen werden.“

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