Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl

Schüler stellen Friesenheimer Kommunalpolitiker Fragen

Autor: 
Walter Holftoth
Lesezeit 3 Minuten
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21. Mai 2019

Die Zehntklässler diskutierten am Dienstag mit vier Friesenheimer Kommunalpolitikern. ©Walter Holtfoth

Die Schüler der zehnten Klassen an die Kommunalwahl heranzuführen war das Ziel der Podiumsdiskussion in der Real- und Werkrealschule am Dienstag.

Angelika Philipzen, Leiterin der Real- und Werkrealschule Friesenheim, war es wichtig, die Schüler über die Kommunalwahl als Säule der Demokratie zu informieren. Die deshalb veranstaltete Podiumsdiskussion am Dienstag war von den Schulvertetern (SMV) und dem Friesenheimer Jugendclub vorbereitet worden. 

Sechs Themenkomplexe

Jugendreferent Andreas Pahlow erklärte das Prozedere: Die Jugendlichen hatten Fragen zu sechs Themenkomplexen erarbeitet. Jeder Politiker der im Gemeinderat vertretenen Parteien und Vereinigungen hatte insgesamt zehn Minuten Redezeit, um diese zu beantworten. Es waren Ewald Schaubrenner (CDU), Joseph Hugelmann (GLU), Christian Erb (Freie Wähler) und Fred Kletzin (SPD) angetreten. 

Die Jugendlichen wollten vor allem wissen, wie das Thema des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) behandelt würde, wie die Vertreter den Klimaschutz sehen und wie in Zukunft Räume und Plätze für die Jugendlichen geschaffen werden können. Auch die Frage nach Flüchtlingen in Friesenheim wurde gestellt. 

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Minutiös formulierten die Politiker die Antworten. Die Antworten indes waren überwiegend identisch gehalten. Einig waren sich alle, dass in der Gemeinde viel für eine moderne Schule bewegt worden sei. Der ÖPNV sei noch in geringen Punkten verbesserungswürdig. Christian Erb erwähnte in diesem Zusammenhang die Möglichkeit des Sammeltaxis als gute Ergänzung, wenn keine Busse fahren. Für die GLU sei die Einbindung des Bahnhofs wichtig. Mit dem Thema Klimaschutz setzen sich alle vier Politiker auseinander. 

Wie bei vielen Antworten war hier der Begriff der Eigeninitiative immer wieder zu vernehmen. Es sei im Alltag einfach, beim Gang zum Bäcker eine Stofftasche mitzunehmen, so Christian Erb. Auch die Möglichkeit, seine Lebensmittel in mitgebrachten Behältern einzukaufen, wie es bereits in Freiburg und Offenburg möglich ist, sei eine gute Sache. Fred Kletzin verwies auf Einrichtungen am Schulkomplex, sei es die Fotovoltaik-Anlage auf den Dächern oder die Tatsache, dass die Schulräume nur unter Berechnung der anwesenden Schüler beheizt werden. 

Räume für Jugendliche

Bei der Frage um die Schaffung von Räumen für die Jugend gingen alle Akteure auf die Schüler ein. Ewald Schaubrenner vertrat die Ansicht, dass Jugendliche in erster Linie die Angebote der Vereine nutzen sollten. Fred Kletzin und Joseph Hugelmann bekannten sich auch für Freiraum mit der Maßgabe, doch auch selbst dafür zu sorgen, dass Regeln eingehalten werden sollten. Christian Erb sagte, dass er selbst gerne auf jenem Gummiplatz als Jugendlicher in der Freizeit unterwegs war. Er könne das als jüngster Podiumsteilnehmer gut nachvollziehen und die Freien Wähler seien immer um Lösungen bemüht. 

In der Flüchtlingspolitik habe die Gemeinde Großartiges geleistet. Sei es mit der Betreuung oder der Schaffung von Wohnraum – darin waren sich alle einig. Hugelmann und Schaubrenner seien beide im Netzwerk Solidarität aktiv und erleben dies als wichtige Einrichtung. Alle Politiker forderten die Jugendlichen auf, Flüchtlingskindern in ihren Klassen positiv zu begegnen und ihnen beim Lernen der deutschen Sprache zu helfen. 
Gegen Ende der Podiumsrunde wurden zehn große Familienpizzen angeliefert und persönliche Gespräche geführt. »Geht wählen. Das ist das Einfachste und Wichtigste, was ihr tun könnt«, sagte Bürgermeister Erik Weide zum Abschluss.

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