Schwanau

Schwanau spendet zum 15. Mal für Kinderkrebshilfe Freiburg

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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12. Februar 2019
Spendenübergabe (von links): Martina Stahl, Hans-Peter Vollet, Wolfgang Brucker.

Spendenübergabe (von links): Martina Stahl, Hans-Peter Vollet, Wolfgang Brucker. ©Thorsten Mühl

Zeitlich etwas später hat am Montag-Nachmittag die Spendenübergabe in Höhe von 700 Euro der Gemeinde Schwanau an die Freiburger Kinderkrebshilfe im Nachgang zur 19. Auflage des Sommerferienprogramms stattgefunden.

19 Schwanauer Sommerferienprogramme hat es bis dato gegeben. Zum 15. Mal spendet die Riedkommune den Erlös der Freiburger Kinderkrebshilfe. In der Regel war es, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, bisher so, dass die Spendenübergabe meist kurz vor Weihnachten vorgenommen wurde. 2018 war so ein Ausnahmefall, denn es fand sich kein Termin. Ergo fand der feierliche Vorgang nun am Montag statt. 

Dass dabei Bürgermeister Wolfgang Brucker, Martina Stahl, die seit Tag eins das Ferienprogramm von Verwaltungsseite begleitet, und Hans-Peter Vollet als Vertreter des »Fördervereins für krebskranke Kinder« zusammentreffen, hat sich über die Jahre zur festen Einrichtung entwickelt. Auf diese Weise, witzelte Brucker, könnte sich 2019 sogar ein Novum ergeben. »Es wäre, sofern der Termin vor Weihnachten wieder machbar wäre, tatsächlich das erste Mal, dass wir uns zweimal treffen.« Vollet würdigte den kleinen Meilenstein, den Schwanau bei der Unterstützung der Kinderkrebshilfe seit anderthalb Jahrzehnten bewerkstelligt. »Vielleicht kein Jubiläum der klassischen Art, aber eines für den guten Zweck.« Und diese Unterstützung lässt sich in Zahlen zum Ausdruck bringen. Einschließlich der 700 Euro, die 2018 gesammelt wurden, sind in 15 Jahren 12 450 Euro zusammengekommen. »Wir freuen uns, mit den Anbietern des Ferienprogramms einen kleinen Beitrag leisten zu können«, brachte es der Rathauschef auf den Punkt. Die Spendenbeträge setzen sich zumeist aus den kleinen Unkostenbeiträgen zusammen, die die Anbieter erheben, dann aber umgehend der Gemeinde als Spende für den guten Zweck zur Verfügung stellen.

125 Millionen Euro

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Vollet gab wie jedes Jahr einen Überblick zum Stand in Sachen Neubau der Freiburger Kinderklinik sowie zum vom Förderverein seit 23 Jahren betriebenen Elternhauses. Für den Neubau der Kinderklinik (Kostenpunkt: rund 125 Millionen Euro, rund 13 000 Quadratmeter Nutzfläche; Platz für 149 Betten) erfolgte im Oktober 2018 der Spatenstich, mit einer Realisierung wird bis 2022/2023 gerechnet.

Das neue Elternhaus soll parallel zum Großprojekt entstehen und bringt für den Förderverein Kosten von rund 10,5 Millionen Euro mit sich. »Bis wir fertig sind, werden die Kosten eingedenk der galoppierenden Baupreise in Freiburg bestimmt bei rund zwölf Millionen liegen«, vermutet Vollet. Die Kapazität wird sich auf 100 Betten steigern, Vollet gab sich zuversichtlich, dass zwischen Spätjahr 2019 und Frühjahr 2020 der Spatenstich erfolgen könnte. Derzeit liefen die Vorbereitungen zum Bauantrag. 15 000 bis 18 000 Spender unterstützen den Förderverein alljährlich, rund 2,1 Millionen Euro beträgt das jährliche Spendenaufkommen. Rund 2000 Übernachtungen werden im Elternhaus pro Jahr gezählt, in diesem Rahmen liegt auch die Zahl jährlicher Neuerkrankungen bei Kindern. Zum Betrieb des Elternhauses werden 65 000 Euro monatlich benötigt, daneben wird die Kinderklinik seitens des Fördervereins noch immer mit jährlich einer Million Euro – beispielsweise zur Verwendung für Forschung – unterstützt.

Angesichts des anstehenden 20. Schwanauer Ferienprogramms wünschte Vollet der Gemeinde viel Erfolg. Brucker und Stahl ließen durchblicken, dass die eine oder andere Überraschung dafür vorgesehen sei. Details seien aber noch nicht spruchreif.

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