Schwanau

Schwanauer Waldläufer knüpfen Knoten im Forst

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 2 Minuten
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18. April 2019
Knoten-Kunde ist ein wichtiger Punkt bei den Waldläufer-Treffen. Auch dieses Mal wurden verschiedene Varianten gezeigt.

Knoten-Kunde ist ein wichtiger Punkt bei den Waldläufer-Treffen. Auch dieses Mal wurden verschiedene Varianten gezeigt. ©Thorsten Mühl

Mit einer aus elf Teilnehmern (darunter wieder drei neue Gesichter) und sieben Mitarbeitern zusammengesetzten Truppe haben die Schwanauer Waldläufer ihren zweiten Waldtag der laufenden Staffel bestritten. Wie gewohnt erwies sich das »Basislager« bei der »Iltishütte« im Allmannsweierer Wald als Ausgangspunkt der Unternehmungen.
 

Knoten und Bünde bildeten diesmal einen der Schwerpunkte des Vormittags. Dazu wurde in verschiedenen Kleingruppen gearbeitet. Eine anschauliche und detailreiche Einführung zu grundlegenden Knoten wie »Mastwurf«, »Kreuzbund« und »Parallelbund« rief Grundlegendes wieder in Erinnerung oder stellte für die neu Hinzugekommenen spannende Einblicke dar. 

Fasan kam vorbei

Die Gruppen teilten sich nach der Einführung auf. Die bereits erfahreneren Waldläufer wandten sich zunächst der Fortsetzung laufender Arbeiten an der Waldhütte zu. Hier ereignete sich eine amüsante, aber kennzeichnende Waldläufer-Anekdote, wie Mitarbeiter Claudius Binder später am Rande der Veranstaltung erzählte. »Zwei Jungs waren derart in ihr Werk vertieft, dass sie gar nicht bemerkt haben, wie direkt hinter ihnen ein Fasan durch den Wald spaziert ist. Einerseits so in seine Aufgabe vertieft, andererseits für die Umgebung quasi perfekt getarnt zu sein – das sind wahre Waldläufer.«

Eine weitere Gruppe setzte die bereits beim vergangenen Waldtag begonnenen Arbeiten am Zusammenbau eines Sägebocks fort. Hier musste an verschiedenen Stellen Maß genommen werden, auch Knoten kamen zur besseren Befestigung zum Einsatz. Eine weitere Gruppe befasste sich mit Wiederholen oder Erlernen der Knoten-Grundlagen, konnte sich im Anschluss unterstützend beim Vorbereiten des Essens einbringen. Die Mahlzeit bestand diesmal aus Burgern auf der Basis von Stockbrot, die mit Gemüse aufgepeppt wurden. 

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Die Andacht des Waldläufertags hielt Claudius Binder, sie basierte auf der Bibelstelle 1. Mose 1,31, in der es um die Schöpfungsgeschichte geht. »Schließlich betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut! Es wurde Abend und wieder Morgen: Der sechste Tag war vergangen.« 

Kreativ sein

Ausgehend von dieser Stelle, ließ Binder die Teilnehmer mittels des Schreibens und Zeichnens auf Schiefertafeln ihrer Kreativität Raum verleihen. Ähnliches habe Gott bei seiner Schöpfung ebenfalls walten lassen. Der Mensch sei ein Teil dieser Schöpfung, die es zu bewahren gelte. Binder führte aus, es sei wichtig, sich im Kleinen wie im Großen für dieses Ziel immer wieder einzusetzen. Dabei nannte er auch Greta Thunberg und die »Fridays for Future«-Bewegung als ein Beispiel, sich für Ziele friedlich einzusetzen. Die Schöpfung gehe alle und jeden Einzelnen etwas an. 

Fortgesetzt wird die Waldläufer-Staffel beim Landesjungscharlager, das vom 17. bis 19. Mai stattfindet.

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