»Lahr rockt«

»Sick of the Law« machen Alternativrock

Nikolas Sohn
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08. Januar 2014
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»Sick of the Law« sind laut, melodiös und spielen ungeschminkten Alternative Rock. In ihrem Offenburger Proberaum (von links): Simon Jäger, Konstantin Frei, Silas Benz und Tobias Sigg.

(Bild 1/2) »Sick of the Law« sind laut, melodiös und spielen ungeschminkten Alternative Rock. In ihrem Offenburger Proberaum (von links): Simon Jäger, Konstantin Frei, Silas Benz und Tobias Sigg. ©Nikolas Sohn

Lahr verfügt über eine bemerkenswerte Musiklandschaft. Der Lahrer Anzeiger hat sechs Bands unterschiedlicher Musikstile besucht und mit den Musikern über das gesprochen, was sie antreibt. In einer wöchentlichen Serie – immer donnerstags – stellen wir eine andere Band vor. Heute: »Sick of the Law«.

Gerade haben sie ein Album veröffentlicht. »meta.« heißt es. Mit Punkt hinten dran. Rein aus optischen Gründen, sagt die Band. »Sick of the Law« kommt aus Orschweier. Die vier Jungs, Tobias, Konstantin, Simon und Silas, haben sich dem melodischen, zweistimmigen Alternative Rock verschrieben, und das seit 2003. Schlagzeuger Silas ist seit knapp vier Jahren dabei.

Der Weg in ihren Proberaum ist offen gesagt eine Katastrophe: kein Licht im Treppenaufgang, Stolpern garantiert. »Das ist heute kaputt gegangen«, witzelt Gitarrist Simon. Überhaupt nicht katastrophal ist dagegen das, was dem Zuhörer im Proberaum entgegenschallt. Routiniert spielen die vier ein neues Stück an: »Mad Mad Mad«. »Thematisch haben wir eigentlich alles mögliche dabei«, sagt Sänger Tobias. »Persönliche Erfahrungen, alltäglicher Wahnsinn, manchmal einfach eine fiktive Geschichte.« Ihr Material bereitet »Sick of the Law« peinlich genau vor. Bis das aktuelle Album »meta.« fertig war, dauerte es immerhin drei Jahre. Dessen zwölf Songs bewegen sich eher abseits gewohnter Pop-Strukturen, bleiben aber ohne Umschweife im Ohr hängen.

»Das vorherige Album war wesentlich melancholischer«, beschreibt Tobias das bisherige musikalische Schaffen: »Beziehungssachen.« Um die vier Minuten dauern die einzelnen Stücke, gerne auch mal länger. Bandleader Tobias ist auch Komponist und bereitet das Songmaterial daheim am Rechner vor. »Beim Proben bringt dann jeder seine Ideen mit ein«, sagt Basser Konstantin.

»Sick of the Law« hatden Status des Lokalmatadors längst hinter sich gelassen, obgleich die ihre Basis in Lahr und Umgebung verortet. Als Mitstreiter immer wieder gerne gesehen: Die Lahrer Kollegen der Bands »Confused« und »Intoxicated«. »Beim CD-Release im Lahrer Schlachthof hatten wir Mitte September knapp 200 Leute«, sagt Simon. Aber auch Konzerte vor einem halben Dutzend Besuchern bestreitet das Quartett tapfer. »Das härtet ab«, meint Simon. »Als Trotzreaktion geben wir dann noch mehr Gas.« Dass sich solche Auftritte durchaus lohnen können, sehen die Musiker an neu dazugewonnenen Dauergästen.

Auftritte in Mainz, Frankfurt, Köln, Freiburg und der Schweiz, alle in kürzestem Zeitraum, belegen ein straffes Programm. Ihre Tour 2013 durch das Bundesgebiet: alles selbst organisiert, ebenso die Werbung und der Fankontakt. Mittelfristige Ziele? Ein Management für die Auftritte. Die vier Musiker wollen möglichst viele Konzerte spielen. »Das ist alles sehr zeitintensiv. Bei der Organisation stoßen wir bald an unsere Grenzen«, gibt die Band fast geschlossen zu Protokoll.

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ZUR BAND:

Sick of the Law

Gegründet: 2003
Stil: Alternative-Rock
Besetzung: Tobias Sigg (Gitarre/Gesang), Konstantin Frey (Bass/Gesang), Simon Jäger (Gitarre), (Bass), Silas Benz (Schlagzeug)
Kontakt: info@sickofthelaw.com

www.sickofthelaw.com

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