Schwanau - Allmannsweier

"Sing a Song" für die Kirche Allmannsweier

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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12. März 2018
Jung und Alt sangen gemeinsam in dem Projektchor, der ein umjubeltes Konzert für die Kirche Allmannsweier gab.

Jung und Alt sangen gemeinsam in dem Projektchor, der ein umjubeltes Konzert für die Kirche Allmannsweier gab. ©Thorsten Mühl

Unter dem Motto »Sing a Song« haben über 30 Projektsänger zwischen 17 und 75 Jahren vor über einem Jahr eine musikalische Reise begonnen, die am Sonntag in einem stark frequentierten Benefizkonzert in der Allmannsweierer Kirche mündete.

Den Anlass für die Zusammenstellung des Projektchors unter dem Motto »Sing a Song« bildete der Spendenaufruf zur Innenrenovierung der Dorfkirche. Die Leitung übernahm Melanie Schäfer, die aus einer musikbegeisterten Familie stammt und Gesang studiert hat. »Das Reizvolle an dem Projekt war, dass sich die unterschiedlichsten Charaktere zusammengefunden haben, als wir im Februar 2017 begonnen haben«, erzählte Schäfer am Sonntag im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. 

Von Februar bis April und im November/Dezember 2017 wurde fleißig geprobt. Als zu Weihnachten eine Einladung zum Singen in der Kirche erfolgte, nahm der Chor das gerne an – und übte drei weitere Stücke ein. »Dass sich 31 Interessierte zwischen 17 und 75 Jahren zusammengefunden haben, fand ich damals schon klasse. Heute bin ich zwar wie alle anderen aufgeregt, aber auch unheimlich begeistert, welch kraftvolle kreative Energie sich aus dem Chor heraus entwickelt hat«, so Schäfer. Viele Allmannsweierer, aber auch Auswärtige fanden sich im Chor zusammen, viele erfahrene Kräfte wie Helmut Schäfer, Michaela Schütz, Birgit Heitz oder Claudia Kieltsch. Aber auch viele andere bekannte Gesichter (Simone Mann, Christiane Dürr, Bettina Götze, Bernd Dinner) verliehen ihrer Freude am Gesang, teilweise zum ersten Mal auf Chorebene, Ausdruck. 

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»Ans Jubiläum erinnert«

Dass die ersten konkreten Anstöße zum Chor bereits im Rahmen von 1000 Jahre Allmannsweier gelegt wurden, war ebenfalls kein Zufall, wie Schäfer erläutert. »Vieles an unserem kleinen Projekt hat mich an das Jubiläum erinnert: Menschen, die zuvor nicht in allen Fällen so viel miteinander zu tun hatten, haben zusammen etwas auf die Beine gestellt. Das war in beiden Fällen so und freut mich unheimlich, weil es verdeutlicht, was in unserer Dorfgemeinschaft alles steckt.«

Die musikalische Reise mündete in das Konzert am Sonntag vor vollen Rängen im Gotteshaus. Der von Jockel Kieltsch am Klavier begleitete Chor hatte ein rund einstündiges Programm einstudiert, dessen Fokus auf deutschen und englischen Popstücken lag. »Lean on me« von Bill Withers, das erste überhaupt vom Chor eingeübte Stück, bildete einen kraftvollen Auftakt, wobei Melanie Schäfers Leidenschaft am Dirigentenpult sich auf die Aktiven übertrug. Passend war auch »Heimat« aus der Feder Johannes Oerdings, weil es genau das ausdrückte, was Schäfers Ansinnen beim Chorprojekt war. »Heimat ist ankommen, sich wohlfühlen, vertraute Gesichter sehen und sich austauschen, gemeinsam was bewegen«, erklärte sie zwischen zwei Liedern. 
Im weiteren Verlauf wurden unter anderem das eingängige »Chasing Cars« (Snow Patrol), »Halleluja« (Leonard Cohen) oder auch »In diesem Moment« (Roger Cicero) zum Besten gegeben. »Unfassbar, was aus dieser Truppe rauskommt«, staunte die Leiterin selbst immer wieder. Zu »Oceans« las Gemeindepfarrerin Renate Malter die passende Bibelstelle von Petrus' Rettung aus der stürmischen See durch Jesus (Matthäus 14, 22 bis 33). Der Chor experimentierte, bot »Rise« (Katy Perry) als A capella-Version dar und hatte, einschließlich der Zugaben, noch einige Überraschungen auf Lager. Die Begeisterung hinterher war allen Beteiligten anzumerken angesichts des Applauses. Der Erlös kommt wie gesagt der Kirchen-Innenrenovierung zugute.

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