Meißenheim

So gefährlich kann der tote Winkel sein

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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12. Oktober 2019

Sie haben was gelernt – die Kindergartenkinder mit ihren Betreuern. ©Hans Spengler

Immer wieder erlebt Lkw-Fahrer Michael Oser gefährliche Situationen vor dem Kindergarten „Arche Noah“. Auf seine Initiative hin gab es gestern eine Schulung mit Kindern und Polizei. 

Beim Abbiegen mit dem Lkw gibt es immer wieder schreckliche Unfälle. Ein toter Winkel Assistent hilft, aber besser sind aufgeklärte Kinder.  Michael Oser weiß das. Der Fahrer eines 40 Tonnen Sattelzuges von der Firma Terra Tex in Meißenheim fährt fast täglich mit seinem großen Lastfahrzeug in der Kirchstraße an dem Kindergarten „Arche Noah“ vorbei. 
Und immer wieder gibt es Situationen, bei denen es zu gefährlichen Begegnungen mit Kindergartenkindern und ihren Müttern oder Vätern kommt. Die Kinder werden ausgeladen und springen natürlich sehr flott über die Straße. 

Umsichtiger Fahrer

Michael Oser ist ein sehr umsichtiger Fahrer mit einem neuen Lastfahrzug und hat sich deshalb an den Polizeiposten Schwanau und an die Leitung des Kindergartens „Arche Noah“ gewandt. Man ist übereingekommen, dass hier eine spezielle Unterrichtung mit den Kindern des Kindergartens vor Ort gemacht werden sollte. 

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Oser stieß sowohl bei POK Martin Braun und PHM Roland Wilhelm auf Verständnis, dass hier etwas mit einer polizeilichen Prävention getan werden muss. Man einigte sich als Übungsort auf den Parkplatz beim neuen Rathaus in Meißenheim. Direkt in der Nachbarschaft hat die Firma Terra Tex ihren Firmensitz. Michael Oser kam in seinem Urlaub extra aus Kippenheim und fuhr mit der Sattelzugmaschine auf dem Parkplatz vor. Neben dem Einstieg auf der Fahrerseite wurde mit Paletten ein Podest mit Aufgang aufgebaut, und die Kinder durften auf dem Fahrerplatz sehen, wo der tote Winkel für den Fahrer ist. 
Auf der rechten Seite war mit Übungskegeln der Bereich des toten Winkels aufgebaut und diesen durften nach und nach auch die Kinder betreten. So konnte man in dem Fahrzeug dann feststellen, was der Fahrer alles sieht und was er nicht sehen kann. Von der „Arche Noah“ waren mit den Kindern Martina Goldammer, Kerstin Tritz, Maria Schiera und Eva Skant vier Erzieherinnen gekommen. 

Außerdem waren von der Firma Terra Tex die Chefin Agnes Dorer und ihre Tochter Nicole Vögt anwesend, die sich ebenfalls um die Kinder kümmerten. Natürlich wurden dem Fahrer viele Fragen gestellt und natürlich durften die Kinder auch mit der lauten Lkw-Hupe ein Signal abgeben. Aber gleichzeitig konnten immer ein Teil der Kinder auch von Roland Wilhelm sich das Polizeiauto erklären lassen. 
Auch einige Mütter waren mitgekommen, um sich das ganze erklären zu lassen. Bürgermeister Alexander Schröder erklärte, dass er es super findet, wie das Ganze ablief. Von Seiten der Lahrer Verkehrswacht war der Vorsitzende Kurt Reith anwesend. Es gab feine Brezeln von der Firma Terra Tex und je eine Capri Sonne von der Gemeinde. Die Kinder haben es verstanden; nun müssen sie ihren Eltern das Verhalten bei der Querung einer Straße mit Lkw-Verkehr oder an einer Abbiegung in eine andere Straße erklären. Eine Aufklärungssache, die eigentlich mit allen Kindergartenkindern und auch Schulkindern gemacht werden sollte, war zu hören. 

Auch Kurt Reith war begeistert über eine solche unbürokratische Aktion. 

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