Schwanau - Ottenheim

So sehen die Planungen für den neuen Polder bei Ottenheim aus

Autor: 
has
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23. Oktober 2020

So soll das künftige Einlassbauwerk am Rheinseitendamm aussehen. ©Animation: Regierungspräsidium

Das Regierungspräsidium hat den Schwanauer Gemeinderat über den Planungsstand beim Polder Ichenheim-Meißenheim-Ottenheim informiert. Einen Hektar Land braucht das RP von der Gemeinde.

Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg haben im Gemeinderat Schwanau über die Planungen zum Polder Ichenheim-Meißenheim-Ottenheim (IMO) berichtet, die auf Ottenheimer Gemarkung fallen. Ein Polder ist eine eingedeichte Rückhaltefläche, die bei Bedarf geflutet werden kann. Dazu zählen, wie Torben Ott erläuterte, das Haupteinlassbauwerk, ein Pumpwerk am Mühlbach nördlich von Ottenheim, das verhindern soll, dass es zu Rückstaus bis in die Ortslage kommt, und ein Wall rund um die Schützenkopfwiese. 

Ott beschrieb, wie die Dämme saniert werden sollen. Der Weg am Fuß des Rheinseitendamms muss um etwa einen Meter erhöht werden, damit er auch im Flutungsfall noch befahren werden kann. Der Tulladamm, der im Osten den Polder IMO begrenzt, soll im mittleren Abschnitt über etwa 500 Meter an den bestehenden asphaltierten Feldweg versetzt werden. Der Feldweg soll dann als Deichverteidigungsweg genutzt werden.

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Tulladamm muss nicht erhöht werden

Weiter nördlich, bis zur Gemarkungsgrenze Meißenheim, wird landseitig an den bestehenden Tulladamm ein durchgehender Verteidigungsweg angelegt. Weil die Stauhöhe auf der gesamten Gemarkung Ottenheim maximal 1,30 Meter betrage – im Unterschied zu Meißenheim mit bis zu 2,50 Meter –, müsse der Tulladamm nirgends erhöht werden.

Die am Nordrand von Ottenheim geplanten Pumpen zur Grundwasserhaltung erwähnte Ott nicht. Das RP befinde sich in der Vorplanung zum Planfeststellungsverfahren.  In der Summe benötige man von der Gemeinde eine Fläche von etwa einem Hektar plus einen halben Hektar von Privateigentümern. Der Rückhalteraum IMO soll einmal 5,8 Millionen Kubikmeter Hochwasser zurückhalten; er umfasst eine Fläche von 390 Hektar, davon liegt die Hälfte auf Gemarkung Schwanau.

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