Sommertour

SPD Lahr politisch im Grünen unterwegs

Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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04. August 2019

Wie ein Garten nicht nur Erholung für Menschen, sondern auch Lebensraum für Tiere bieten kann, das schaute sich die SPD in Kuhbach beim Ehepaar Rothmann an. ©Thorsten Mühl

Mit rund 15 Teilnehmern begannen die Lahrer Aktionen im Rahmen der SPD-Sommertour. Gut eine Stunde verweilten die Gäste im weitläufigen Garten-Areal von Sabine und Wilfried Rothmann, einem versteckten grünen Kleinod. 

 Zum 36. Mal verschaffen sich Stadtverband und Gemeinderats-Fraktion der Lahrer SPD anlässlich einer Sommertour über mehrere Stationen hinweg in den kommenden Wochen Einblicke in aktuelle Themen. Zum Auftakt ging es am Donnerstagabend um das übergeordnete Thema »Blühendes Lahr«. Fraktionsvorsitzender Roland Hirsch konnte zu dieser Veranstaltung, die bei Familie Rothmann in Kuhbach stattfand, rund 15 Teilnehmer, darunter auch Richard Sottru (Abteilung öffentliches Grün und Umwelt), begrüßen. 

Hirsch leitete mit einem Beitrag zum Thema Biodiversität (biologische Vielfalt) ein, in dem es exemplarisch um die private Gartengestaltung ging. »Ein Garten bringt stets Arbeit mit sich, wie wir an einem Beispiel sehen werden.« Die derzeit modernen Steingärten seien »zwar optisch vielleicht ansprechend, doch ihr ökologischer Mehrwert hält sich in Grenzen«, so Hirsch. Zur Veranschaulichung der Bedeutung naturnaher, giftfreier Gärten mit einem größeren Nahrungsangebot und unterschiedlichen Lebensstätten für Insekten und andere Tiere finde laut Hirsch derzeit ein städtischer Wettbewerb statt. Noch bis zum 14. August werden dabei 15 naturnahe Gärten besichtigt, der Siegerpreis beträgt 500 Euro.

»Eines der Ersten«

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Ein signifikantes wie beeindruckendes Beispiel für Gartengestaltung konnten die Besucher näher betrachten. In 29 Jahren haben Sabine und Wilfried Rothmann – in unmittelbarer Nähe der Hauptstraße und dennoch geschützt – ein biologisches Paradies geschaffen. Begonnen haben beide 1990, als sie die Ethernitplatten des Garagendachs entfernten und es in der Folge begrünten. »Das war eines der ersten Dächer dieser Art in der Gegend überhaupt«, schildert Wilfried Rothmann – und verhehlt nicht, dass er anfangs belächelt wurde. Das Dach konnte sich seither in aller Ruhe entwickeln – wild, grün, und daher auch eine für zahlreiche Tierarten interessante Lebensgrundlage. 

Schon der Hofbereich zum 17 Ar großen Gelände fällt ins Auge. Die Gestaltung wurde, wie Rothmanns schildern, mit alten Materialien bewerkstelligt. Was der sich anschließende Rundgang zeigt, lässt dem Betrachter sprichwörtlich den Mund offen stehen. Auf mehreren Ebenen schlängelt sich der Weg über das riesige Areal, zweigt immer wieder zu kleinen, lauschigen Plätzen mit Sitzgelegenheiten ab. Ein Nutzgarten ist ebenso vertreten wie die Möglichkeit zum Verweilen. Farbenfroh bieten sich beispielsweise Kletterrosen oder Hortensien den Blicken dar, in diesem riesigen Areal sind je nach Jahreszeit stets verschiedene Attraktionen geboten. 

Kleines Biotop

Der weitere Rundgang enthüllte weitere mit viel Detailliebe angelegte Bestandteile. Ein Backhaus für eigenes Brot, eine Dusche im Garten, ein Sandstein-Brunnen, ein Teich-Areal, das sich über Jahre zum kleinen Biotop entwickelte, Fröschen, Molchen und Libellen eine Heimat bietet – der Besucher weiß gar nicht, an was sich seine Augen zuerst erfreuen sollen. »Absolut faszinierend, das ist eine kleine Welt für sich«, brachte es Dorothea Hertenstein auf den Punkt. Wie sich die Gestaltung des großen Gartenbereichs mit dem Job vereinbaren lasse, erklärten Rothmanns so: »Für uns ist das der ideale Ausgleich zum Alltagsgeschäft. Manche bauen Modellflugzeuge, wir bauen an unserem Garten.« 

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