Lahr

SPD lehnt Ansiedlung einer Waffenfabrik ab

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Lokalredaktion Lahr
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03. Juli 2017
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Das Gewerbegelände auf dem Flugplatz-Areal soll frei bleiben von Ansiedlungen mit Affinität zu Militär und Rüstung, fordert die Lahrer SPD. ©Ulrich Marx (Archiv)

Die Lahrer SPD sagt Nein zur Ansiedlung einer Munitionsfabrik auf dem Lahrer Flugplatzgelände. Dies gibt der Lahrer Ortsvereinsvorsitzende Mark Rinderspacher in einer Pressemitteilung bekannt.

Das Zweckverbandsareal im Westen des Flughafengeländes hat seit Beginn der Konversion die Logistik zum Schwerpunkt. Nun will sich dort auch Saltech, ein Schweizer Hersteller von Munition für Pistolen und Gewehre ansiedeln. Es könnte möglicherweise eine Niederlassung der Firma in Lahr geben, in die ein Teil der Produktion ausgelagert würde. 

Das Unternehmen stellt Munition für Übungs- und Einsatzzwecke, für Manöver und auch für Scharfschützen her. Die Investitionskosten sollen bei vier Millionen Euro liegen. Offenbar soll es in Lahr vor allem darum gehen, Munition für die Polizei des Landes Baden-Württemberg zu produzieren. 

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»Unliebsame Erfahrungen in der Vergangenheit«

»Ein profitorientiertes, international vernetztes Unternehmen kann seine Produktion in der Regel nicht auf eine Abnehmergruppe und auf ein Bundesland ausrichten; ganz abgesehen davon, dass eine Kontrolle gar nicht möglich wäre«, schreibt der Lahrer SPD-Vorsitzende in seiner Pressemitteilung. Wegen der derzeitigen großen Nachfrage nach Produktionsgelände sei der Zweckverband in der glücklichen Lage, Firmen auszuwählen, die zu den bisher angesiedelten besser passen als eine Munitionsfabrik, schreibt Rinderspacher weiter. Deren Berücksichtigung in der unmittelbaren Nachbarschaft könnte eine brisante Diskussion in der Lahrer Bevölkerung auslösen, befürchtet der Lahrer SPD-Chef.

Die Konversion des 600 Hektar großen Militärgeländes soll nach Auffassung der SPD so weitergehen, dass allein zivile Projekte, nicht aber Vorhaben mit Affinität zu Militär und Rüstung zugelassen werden, »zumal die Stadt unliebsame Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht hat«, so Rinderspacher.

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