Kita-Erweiterung

SPD-Sommertour führt durch Hugsweier

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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07. September 2018

Kindergarten »Farbklecks«-Leiterin Sabine Stolz (rechts) erläutert den anwesenden Besuchern der SPD-Sommertour alles rund um die Kindertagesstätte. ©Thorsten Mühl

Rund 20 Teilnehmer waren am Donnerstag bei der abschließenden Station der Lahrer SPD-Sommertour in Hugsweier zu Gast. Schwerpunktthemen waren einerseits die geplante Kitaerweiterung sowie nähere Infos zum örtlichen »Dorv«-Projekt.
 

Bei der SPD-Sommertour ging es um den Kindergarten »Farbklecks«. Leiterin Sabine Stolz informierte, dass die Kapazität mit 50 Regel- (drei bis sechs Jahre/zwei Gruppen) und zehn Krippenplätzen (ein bis zwei Jahre) voll ausgelastet sei. Für 2018/19 stehen 33 Kinder auf der Warteliste, bei ein bis 14 Monaten Wartezeit. Elf Kinder erhalten im Laufe des Jahres einen Platz. 2019/20 stehen 14 Kinder auf der Warteliste, bei bis zu 24 Monaten Wartezeit. Ausschließlich Hugsweierer oder Lahrer Kinder stehen auf der Liste.

»Dorv«-Projekt

Im weiteren Verlauf stellte Stolz Angebote im Kindergarten (Sport, Wald, Besuche in Kirche und auf der LGS, Sprachgruppen) und Tagesablauf vor. Aufgrund des Bedarfs steht der Vorentwurf zur Erweiterung mittels Anbau bevor. Die Einzelheiten legte Silke Kabisch (Abteilung Gebäudemanagement) dar (siehe »Hintergrund«).

Zweites Thema war das seit 2015 laufende »Dorv«-Projekt. Das Kürzel steht für »Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung«. Zu den vielen Zielen zählt, örtliche Einkaufs- und Dienstleistungsmöglichkeiten zu verbessern. Die Idee eines »Dorv-Zentrums« beruht auf einem Treffpunkt mitten im Ort. Durch Zeichnung von Dorv-Anteilen sind die Bürger unmittelbar mit dem Erfolg verbunden. Peter Winkels, einer von zwölf Ehrenamtlichen, die sich im »Dorv-Team« engagieren, blickte in einer Präsentation zurück. 

Eine wichtige Rolle für die Akzeptanz des Projekts seien wiederholte Infoverantaltungen und die Beratung durch Jürgen Lauten gewesen. Lauten arbeitet beim Planungsbüro Spes (Freiburg), verwirklichte in Bühl-Eisental 2013 das erste landesweite »Dorv-Zentrum«. Bei einer Infofahrt überzeugte man sich 2016, dass die Idee auch in Hugsweier umsetzbar sei. 2017 und 2018 wurde hinter den Kulissen gearbeitet. Winkels sprach von 14 Teamsitzungen, in denen Themen wie Standortsuche, Nutzungskonzept und erste Kontakte mit denkbaren Dienstleistern bearbeitet wurden. 

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Gerade bei der Standortsuche unterstützte die Stadt Lahr die Bemühungen stark. Bürgermeister Tilman Petters ermöglichte Treffen mit den Besitzern der Grundstücke, die als potentielle Standorte geeignet schienen. Das Grundstück des Café Edelweiß erfüllte Kriterien wie Lage, Erreichbarkeit, Nutzfläche und Barrierefreiheit am besten. Mittelfristig wird die Gaststätte den Betrieb aufgeben.

Gespräch mit Investoren

Weiterer wichtiger Schritt ist das Gespräch mit Investoren. Dafür wurde ein Exposee erarbeitet, das Details einer künftigen Nutzung bietet. Eine Kombination mit Tagespflege und wohnlicher Nutzung (acht Wohnungen) ist im Gespräch. Eine GbR wurde zum Sammeln der Anschubfinanzierung (80 000 Euro) gegründet, später soll sie in eine GmbH überführt werden. Winkels und Heiko Ruder fungieren seit Ende April als Geschäftsführer. Auch die Unterstützung durch die Bevölkerung muss stimmen. Anteilscheine im Wert von je 100 Euro sind zu erwerben, die Zielvorstellung liegt bei insgesamt 800 Scheinen.

20 Mitunterzeichner

Bei rund 20 Mitzeichnern bewegt sich das Projekt jetzt, angeschrieben werden derzeit Personen, die im April Absichtserklärungen unterschrieben. Das »Dorv«-Team stellte heraus, dass der Laden betriebswirtschaftlich geführt werde. Wert gelegt werden soll auf einen Mix aus auch anderswo erhältlichen, vor allem aber auch regionalen Produkten. »Die Bevölkerung soll den Laden zu ihrem Laden machen, zum einen durch die Anteilsscheine, aber auch durch das Einkaufsverhalten«, betonte das »Dorv«-Team.

Hintergrund

Erweiterung der Kindertagesstätte

Die Kita soll sowohl im Bestand als auch mittels Neubauelementen erweitert werden. Geplant sind zwei Rampen, eine Außentreppe, Kinderwagenraum und zusätzliche Ausstattung (Wickeltisch, Trennwände, Garderoben). Die Gesamtkosten werden mit 1,075 Millionen Euro beziffert. Sie gliedern sich in Hochbau (705000), Innenausstattung (50000) und Außenanlagen (320000). Mittel sollen für 2019 beantragt, Punkte wie die Bodenplatte noch 2018 ausgeschrieben werden. Die alten Kastanien im Innenhof lassen sich aufgrund räumlicher Auswirkungen zum allgemeinen Bedauern nicht erhalten. Kabisch stellte Nachpflanzungen in Aussicht. Durch die Erweiterung können zusätzlich 20 Kita- und zehn Krippenplätze angeboten werden. Der momentan bei 7,4 Planstellen (zuzüglich einer halben Stelle für eine Sprachförderkraft) liegende Schlüssel müsste – je nach Öffnungszeit und Randzeitenbetreuung – um vier Stellen erhöht werden.  mue

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