Lahr/Schwarzwald

Stiftung »Bürger für Lahr« stellt Jahresprogramm vor

Autor: 
Martin Egg
Lesezeit 3 Minuten
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28. Februar 2014
Engagiert in der Stiftung »Bürger für Lahr« (von links): Heinz Siebold, Uwe Baumann, Jürgen Schmidt, Ulrike Derndinger und Joseph Foschepoth.

Engagiert in der Stiftung »Bürger für Lahr« (von links): Heinz Siebold, Uwe Baumann, Jürgen Schmidt, Ulrike Derndinger und Josef Foschepoth. ©Martin Egg

In diesem Jahr wird wieder der Bürgerpreis verliehen. Joseph Foschepoth, Vorsitzender von »Bürger für Lahr«, stellte bei einem Pressegespräch gestern Vormittag außerdem zwei neue Projekte der Stiftung vor, die ihr Profil schärfen möchte.

Der Vorstand der Stiftung »Bürger für Lahr« hat gestern Vormittag im Zeit-Areal der örtlichen Presse sein Jahresprogramm 2014 vorgestellt. Turnusgemäß wird wieder der alle zwei Jahre zu vergebene Bürgerpreis ausgelobt. Als Termin für die Verleihung nannte der Vorsitzende Josef Foschepoth den 30. Oktober. Vom 1. April bis 31. Juli können Gruppen, Vereine und Institutionen, die »innovative Ideen und nachhaltige Projekte« entwickelt haben, ihre Bewerbungen einreichen.
Davon abgesehen, versprach Foschepoth, in diesem Jahr das Profil der im Jahr 2006 aus der Taufe gehobenen gemeinnützigen Stiftung schärfen zu wollen – als »einzige Stiftung von Bürgern für Bürger in Lahr«, wie er betonte.

Termin im Juni
Dazu soll eine neue und künftig alle Jahre wiederkehrende Veranstaltung beitragen: »MundArt-Lahr« lautet ihr Titel. Gewidmet ist sie dem ehemaligen und inzwischen verstorbenen Lahrer Oberbürgermeister Philipp Brucker, der sich nicht nur politisch, sondern auch durch seine zahlreichen Veröffentlichungen in »Lohrer Ditsch« hervorgetan hatte. »MundArt-Lahr« findet am Wochenende 28. und 29. Juni statt. Federführend sind bei dieser Veranstaltung die aus dem Ried stammende Mundart-Autorin Ulrike Derndinger und der aus Wiesental im Landkreis Lörrach stammende Hochalemanne Heinz Siebold.

Neben Autorengesprächen werden alemannische Lieder sowie Stadtführungen in drei verschiedenen Mundarten zum Besten gegeben – darunter auch Sächsisch. Auf diese Weise, erklärte Foschepoth die dahinter steckende Idee, sollen sich auch Fremde in Lahr heimisch fühlen können.
Noch nicht in trockenen Tüchern ist der von Marlies Llombart vorgeschlagene »Bürgerbrunch«, bei dem sich die Lahrer an einem Spätsommervormittag zum gemeinsamen Frühstück auf dem Marktplatz versammeln sollen.

Ideen, Zeit und Geld
Foschepoth kündigte außerdem die Schaffung eines neuen Gremiums, des sogenannten Stifterkreises, an. Hier sollen sich Menschen zusammenfinden, die Ideen, Zeit und Geld stiften sowie dazu bereit sind, sich für ein zeitlich befristetes Projekt zu engagieren.

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»Bürger für Lahr« verfügt laut dem Finanzvorstand Jürgen Schmidt derzeit über ein Kapital in Höhe von 300 000 Euro. Der Gewinn daraus dient auch der Finanzierung einzelner Projekte im Rahmen des Philipp-Brucker-Fonds. Der Vorsitzende Foschepoth hofft allerdings, dieses Kapital auf Dauer deutlich steigern zu können, indem die Stiftung stärker als bisher in der Bürgerschaft verankert werden soll.

PROGRAMM:

MundArt Lahr

28. Juni, 15 bis 16.30 Uhr, Alemannische Autoren im Gespräch: Ludwig Hillenbrand und Stefan Pflaum sprechen im Haus zum Pflug über die Bedeutung Philipp Bruckers für die alemannische Mundart. 19.30 bis 21 Uhr, »Jo Pfiffedeckel« – Mundart mit Musik: Alemannische Lieder, Texte und Gespräche mit Marc Pereira (Gengenbach), Ulrike Derndinger (Lahr), Ludwig Hillenbrand (Lahr), Jean-Christophe Meyer (Straßburg) und Markus Manfred Jung (Schopfheim).
29. Juni, 11 bis 12.30 Uhr, Stadtführungen in drei Mundarten mit Derndinger (Alemannisch), Kathrin Hörrmann (Schwäbisch) und Birgit König (Sächsisch). Treffpunkt ist das Alte Rathaus am Urteilsplatz.

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