Schwanau - Wittenweier

Sven Kehrberger soll Ortsvorsteher von Wittenweier bleiben

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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04. Juli 2019
Der neu konstituierte Ortschaftsrat (jeweils von links): Hintere Reihe: Georg Zeller, Michael Lutz, Benjamin Herr. Mitte: Karsten Furrer, Martin Sattler. Vorne: Hartmut Läßle, Sven Kehrberger, Volker Heitz.

Der neu konstituierte Ortschaftsrat (jeweils von links): Hintere Reihe: Georg Zeller, Michael Lutz, Benjamin Herr. Mitte: Karsten Furrer, Martin Sattler. Vorne: Hartmut Läßle, Sven Kehrberger, Volker Heitz. ©Thorsten Mühl

Sven Kehrberger (CDU) soll auch in den kommenden fünf Jahren Wittenweierer Ortsvorsteher bleiben. Er wurde am Dienstag einhellig vom Ortschaftsrat vorgeschlagen. Das letzte Wort hat der Schwanauer Gemeinderat am 22. Juli.

Seit 2004 amtiert Sven Kehrberger als Ortsvorsteher Wittenweiers, die Entscheidung fiel damals im Losentscheid. 2009 behauptete er sich mit 5:3-Stimmenmehrheit gegenüber Mitbewerberin Sybille Roll (SPD). 2014 und am Dienstagabend wurde Kehrberger als jeweils einziger Kandidat zum Ortsvorsteher vorgeschlagen. Er erhielt aus dem Rat in geheimer Abstimmung sechs Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. 

Statt der bisherigen Stellvertreter Volker Heitz (FWV) und Martin Sattler (SPD), die sich nicht mehr zur Verfügung stellten, wurden Hartmut Läßle (LHL) und Benjamin Herr (SPD) als neue Ortsvorsteher-Stellvertreter vorgeschlagen. Die Wahlen trifft der Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Juli. 

Formell verpflichtet

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai hatte der amtierende Ortsvorsteher mit 206 Stimmen ursprünglich das fünftbeste Ergebnis erhalten. Da jedoch Läßle, Georg Zeller (FWV), Herr und Heitz, die jeweils mehr Stimmen erhielten, aus verschiedenen Gründen nicht für den Posten des Ortsvorstehers zur Verfügung standen, stellte der Vorschlag zur Weiterführung des Amts keine Überraschung mehr dar. 

Der nun aus Sven Kehrberger, Michael Lutz (beide CDU), Hartmut Läßle (LHL), Georg Zeller, Karsten Furrer, Volker Heitz (alle FWV), Benjamin Herr und Martin Sattler (beide SPD) bestehende Rat wurde durch den Ortsvorsteher formell verpflichtet. Zuvor waren keine Hinderungsgründe für das Mitarbeiten der Räte am Ratstisch festgestellt worden. 

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Zum Procedere des Abends gehörte auch die Verabschiedung der drei ausscheidenden Mitglieder Sybille Roll, Gerda Herr (beide SPD und nach je 15 Jahren) sowie von Uwe Milsch (FWV), der vor knapp über einem Jahr für Stefan Roll nachgerückt war. Sven Kehrberger verabschiedete das Trio neben Dankesworten mit Urkunden und Präsenten. 

Neben den beiden Damen erhielt auch Volker Heitz eine Ehrung des Städtetags. Er wurde für 20 aktive Ratsjahre mit der silbernen Verdienstnadel ausgezeichnet. 
Der Rat verständigte sich im Laufe der Sitzung einhellig und ohne Diskussion auf die Farbgebung der Pflastersteine in der neuen Dorfmitte.

Diverse Kritikpunkte

Mehrere Zuhörerinnen äußerten im Rahmen der Frageviertelstunde diverse Kritikpunkte. Unter anderem wurden einmal mehr der Zustand der Sickergruben im Baugebiet »Wolfackern« und der Blumenbeete entlang der Hauptstraße moniert, ebenso allgemeiner Zustand und Gestaltung des Friedhofs. Dazu merkte Ortsvorsteher Kehrberger an, der Friedhof sei vor zehn Jahren eingehend überplant worden. Seinerzeit sei Usus gewesen, Urnengräber entlang der Mauer anzulegen. Diese Strategie solle auch beibehalten werden. 

Kritisch wurden ebenfalls die Themen Dorfmitte und die Unterbringung von Kindergartenkindern angesprochen. Vom Vorwurf mangelnder Flexibilität der kommunalen Gremien war die Rede. Angeregt wurde beispielsweise, über die Einrichtung eines Waldkindergartens nachzudenken. Sven Kehrberger antwortete, man benötige in solchen Fragen »einen langen Atem«. Man tausche sich dazu mit Kitaleitung und Kirchengemeinde aus. 
Auf eine weitere Frage hin teilte Kehrberger mit, der Wunsch nach einer Mitfahrerbank in Wittenweier bestehe. Eine konkrete Entscheidung zum Thema sei allerdings noch nicht gefallen.

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