Friesenheim

SVJBO begeisterte mit Konzert in Friesenheim

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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03. November 2015
Das Sinfonische Verbandsjugendblasorchester Ortenau (SVJBO) verzauberte die Zuhörer in Friesenheim.

Das Sinfonische Verbandsjugendblasorchester Ortenau (SVJBO) verzauberte die Zuhörer in Friesenheim. ©Wolfgang Schätzle

An Allerheiligen begeisterten rund 80 junge Erwachsene in der Friesenheimer Sternenberghalle – eine Bravour-Leistung des Sinfonischen Verbandsjugendblasorchesters und deren Dirigenten Rüdiger Müller.

Für 700 Gäste hatte man bestuhlt, doch leider blieben an Allerheiligen einige Reihen leer. Etwa 500 Zuhörer dürften es dennoch gewesen sein, aber viel zu wenige für das, was von 80 Jungmusikern aus der Ortenau nebst ihrem Dirigenten Rüdiger Müller am Sonntag in der Sternenberghalle in Friesenheim an Hörgenuss geboten wurde.

Es war das zehnte Mal, dass die Musiker des Sinfonischen Verbandsjugendblasorchester Ortenau (SVJBO) zu Gast in Friesenheim waren und erneut mit einem anspruchsvollem und interessanten Programm sinfonischer Blasorchester-Literatur begeisterten, durch das nicht wie gewohnt Johannes Wirthle, sondern Lisa Spitznagel führte. Die für dieses Jahr auserwählte Literatur war eine Art »Best of«, eine Reise durch die vergangenen zehn Jahre mit Stücken, die vor allem das treue Publikum bereits kannte, aber auch Neues gab es zu hören.

»Korrekt gespielt«

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Gleich zu Beginn gab es einen phänomenalen Einstieg mit einem Werk des japanischen Meisters Satoshi Yanagisawa, der in »Macchu Picchu« die gleichnamige prächtige Inka-Festung mit drei musikalischen Bildern beschreibt: die golden schimmernde Stadt in den Anden, die Zerstörungswut der brutalen Eindringlinge und die Neuerscheinung der Inka-Tracht, nachdem die Stadt in den Wolken wiederentdeckt wurde. Mit »Out of nowhere« (Wie aus dem Nichts) setzte das Orchester mit einem neuen Werk gleich einen weiteren Glanzpunkt obendrauf. Komponist Rolf Rudin ist kein Unbekannter beim SVJBO. Vor zwei Jahren besuchte er die Musiker beim Probewochenende in der Niederschopfheimer Liederhalle.

Diesmal konnte er sein neues Werk bei der Aufführung in Sternenberghalle selbst genießen. Er war überaus beeindruckt, weshalb er es sich nicht nehmen ließ, gleich nachdem Müller den Taktstock gesenkt hatte, auf die Bühne zu eilen, um sich vor dem Orchester anerkennend zu verneigen. »Schön bunt und korrekt gespielt«, so seine erste Reaktion gegenüber dem Lahrer Anzeiger. Auch Müller sagte später: »Ich bin begeistert.« Auch die weiteren Stücke trafen genau den Hörnerv: »Armenian Dances« von Alfred Reed, »Danzon No. 2« von Arturo Marquez, »Star Wars« von John Williams und von Michael Giacchinos »The Incredibles« (Die Unglaublichen), eine freche, überaus mutige Filmmusik.

Leidenschaftlich klatschten die Zuhörer zum Ende des Konzerts, Zugaben waren unumgänglich. Und da packte Müller noch eine echte Überraschung aus – vor allem für Rolf Rudin. Dessen sieben Minuten dauerndes »Amen«, das erstmals 2011 in Hanau uraufgeführt worden war und bei dem das Orchester auch seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis stellen muss, war ein grandioser Abschluss eines überaus anspruchsvollen Konzerts. »Ich habe das nicht gewusst«, sagte Rudin sichtlich gerührt. »Ein tolles Konzert.«

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