Friesenheim

"Tafeltanne" im Wald Friesenheim hat wieder ein Tafelbild

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juli 2018
Weihten gestern die Tafel an der »Tafeltanne« ein (von links): Eugen Götz, Walter Caroli, Ekkehard Klem, Andreas Kaufmann, Rolf Kaufmann, Bürgermeiester Erik Weide, Eberhard Stulz, Armin Roes­ner, Ralf Kornmeier und Christian Junele.

Weihten gestern die Tafel an der »Tafeltanne« ein (von links): Eugen Götz, Walter Caroli, Ekkehard Klem, Andreas Kaufmann, Rolf Kaufmann, Bürgermeiester Erik Weide, Eberhard Stulz, Armin Roes­ner, Ralf Kornmeier und Christian Junele. ©Hans Weide

Seit Donnerstag wird die "Tafeltanne" ihrem Namen wieder gerecht. Den Rastplatz im Friesenheimer Wald ziert nun erneut ein Tafelbild.

Es ist zwar nicht das Original, aber immerhin hängt am Waldrastplatz »Tafeltanne« wieder ein Tafelbild. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde es am Donnerstag offiziell übergeben. Ein kleiner, aber illusterer Kreis hatte sich dazu vor Ort eingefunden. 
Eingeladen hatte der Förderverein »Unser Wald«. Vorsitzender Eugen Götz begrüßt neben seinen Vorstandskollegen Ekkehard Klem und Ralf Kornmeier auch Bürgermeister Erik Weide, Alt-Bürgermeister Armin Roesner, die ehemaligen Vorsitzenden des Schwarzwaldvereins Lahr, Rolf Kaufmann und Eberhard Stulz, und den derzeitigen Vorsitzenden Andreas Kaufmann, Heimatforscher Walter Caroli und Revierförster Christian Junele. 

Götz berichtete, dass die Tafel durch den ersten Sturm in diesem Jahr aus der Verankerung an einer Tanne gerissen worden war und zerbrach. Doch Ekkehard Klem fand sie wenige Tage später wieder. Er kennt die Geschichte und den Wert der Tafel. Nachdem er den Verein informierte, habe man sich spontan entschlossen, eine Reproduktion der Tafel wieder an Ort und Stelle anzubringen. Die Originaltafel sei so kaputt, dass man sie nicht mehr anbringen konnte. Sie befinde sich heute in der St. Georgskapelle in Heiligenzell.

An einer Eiche

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»Ein großer Bahnhof für ein kleines Bild«, damit unterstrich Bürgermeister Erik Weide die Bedeutung dieses Kulturdenkmals für die Gemeinde. Er dankte allen Beteiligten, die in der Vergangenheit dazu beigetragen haben, dass es diesen schönen Rastplatz mit seinem Wahrzeichen gibt. 

Historiker Klem erläuterte die Geschichte der neuen Tafel. Demnach konnte der ehemalige hölzerne Bildkasten nicht mehr verwendet werden und wurde deshalb von Manfred Leimenstoll vom Bauhof Friesenheim neu angefertigt. Auch das Kreuzigungsbild war durch die UV-Bestrahlung nur noch schwer erkennbar. Aufgrund der Originalvorlage hat das Grafikstudio Eddy Hangs aus Schuttern es erneuert. Nach einer Beschreibung des Motivs, dass der Lahrer Kunstmaler Wilhelm Wickertsheimer 1945 gemalt hat, beschrieb er den Weg der Tafel bis zur aktuellen Übergabe. Demnach wurde sie auf Vorschlag von Rolf Kaufmann gestiftet und an einer Tanne auf dem Höhenweg angebracht. Sie wechselte aus forsttechnischen Gründen mehrmals den Baum und ist heute an einer Eiche des unter der Leitung von Junele neu gestalteten Rastplatzes angebracht. 

Walter Caroli beschrieb das Bild und seine Geschichte. Demnach hat es der Maler Wickertsheimer 1945 als Dank dafür gemalt, dass er die Schrecken des Ersten Weltkriegs trotz einer Verwundung überstanden hat und auch im Zweiten Weltkrieg keinen Schaden erlitt. Andreas Kaufmann ging ebenfalls kurz auf die Historie ein und bedankte sich für die Würdigung, die seinem Vater Rolf in diesem Zusammenhang zuteil wurde. 

Einig war man sich zum Schluss, dass mit der Erneuerung der Bildtafel jeder Wanderer nunmehr wieder erkennen kann, warum der Rastplatz den Namen »Tafeltanne« führt.

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