Kooperation

Theater »Baal novo« ist gerne gesehener Gast in Schwanau

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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16. November 2018

In Schwanau feierte »Baal novo« schon so manche Premiere (Foto: Blutsschwestern und Blutsbrüder). Am Freitag, 23. November, wird »Macho Man« gezeigt. ©Archivfoto

Zum Abschluss des vierten Jahrs der Kooperation ist das deutsch-französische Theater-Ensemble von »Baal novo« erneut mit einer Produktion in Schwanau zu Gast. Am 23. November wird in der Wittenweierer Elzhalle das Stück »Macho Man« gegeben.

Es ist beileibe nicht so, dass Schwanau die einzige Kommune wäre, in dem das Eurodistrict-Theater »Baal novo« regelmäßig zu Gast wäre. Offenburg wäre beispielsweise zu nennen, ebenso Neuried oder auch diverse Kommunen im Kinzigtal. Doch, das betonen die Verantwortlichen immer wieder gerne, in der Ried Kommune scheint eine ganz besondere Wertschätzung und Atmosphäre den Künstlern gegenüber zu herrschen. »Schwanau ist eine unserer Hochburgen«, streicht daher Edzard Schoppmann, künstlerischer Leiter des Eurodistrict-Theaters, heraus.

Am Freitag, 23. November, werden »Baal novo« erneut mit einer Produktion zu Gast sein in Schwanau. In der Elzhalle wird ab 19.30 Uhr »Macho Man« gespielt. Seitens der Künstler wird damit zu den Schwanauer Anfängen zurückgekehrt, denn 2015 wurde, seinerzeit mit »Zur Sache, Chérie« (2015), die erste Aufführung ebenfalls in der Elzhalle dargeboten.

Es folgten 2016 »Runter zum Fluss«, 2017 »Blutschwestern und Blutsbrüder«, das Ganze als spektakuläre Theater-Premiere auf dem Areal des Nonnenweierer Diakonissenhauses. Dass »Baal novo« sich gerne einmal abseits ausgetretener Pfade bewegen, wurde auch im Januar diesen Jahres wieder unter Beweis gestellt. Die Nonnenweierer Dorfkirche diente als Kulisse der zu Ehren des Reformationsjahrs geschriebenen Produktion »Ein Bruder namens Martin«, die dem Besucher Martin Luther von einer ganz anderen Seite näherzubringen versuchte.

Es sind sowohl Themen des Alltags, die die Menschen im Allgemeinen bewegen, als auch durchaus brisante und auf den ersten Blick nicht einfach anzugehende Stoffe wie Luther oder Nachkriegs-Deutschland, die »Baal novo« in Angriff nehmen. 

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Bei der jetzt zur Aufführung kommenden Produktion »Macho Man« besteht die Herausforderung in allererster Linie in der künstlerischen Ausformung. Im besten Sinne des Wortes ist das Werk tatsächlich eine Ein-Mann-Produktion. Hauptdarsteller Benjamin Wendel, genau genommen auch der einzige Darsteller, muss in Windeseile den Spagat vollziehen, in mehrere, völlig unterschiedlich angelegte Rollen zu schlüpfen. Ein Mann hat es ja, so eine Botschaft des Stücks, nicht unbedingt immer leicht. 

Auch nachdenklich

Wenn die Dynamik des Stücks dann auch noch auf eine interkulturelle, deutsch-türkische Liebesgeschichte abzielt, kann man bereits erahnen, mehr hinter dem ersten Anschein steckt. »Baal novo« wagen sich an ein Thema heran, das auf den ersten Blick unscheinbar klingt, aber einen tieferen Sinn verbirgt. Bei allem Humor wird der Zuschauer auch zum Nachdenken, zum Beispiel über das deutsch-türkische Verhältnis, angeregt. 

Vorfreude

Die von Regisseurin Diana Zöller inszenierte Komödie wird rund zwei Stunden (inklusive Pause) dauern. Die Vorfreude zur Aufführung in Schwanau groß, zumal – auch hier schließt sich der Kreis – Geschäftsführer Guido Schumacher nochmals betont, dass »man uns hier wie immer hervorragend unterstützt hat«. 
 

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