Lahr
Dossier: 

Umfrage bei Schülern: Mathe wird „Highlight der Woche“

Autor: 
Redaktion
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06. April 2021

„Selbstorganisation ist heilig“, lautete ein Rat einer Schülerin für den Online-Unterricht der Kaufmännischen Schulen Lahr. ©Schule

Eine Umfrage bei Schülern zum Fernunterricht an der Kaufmännischen Schule und IBG Lahr fällt weitgehend positiv aus. Grundsätzlich ergebe sich mehr Zeit zur selbständigen Verfügung. 

Schüler der Kaufmännischen Schule und des IBG Lahr bewerten offenbar ihren Online-Unterricht mehrheitlich positiv. Nur wenige Schüler konnten aber eine gesteigerte Beteiligung ihrerseits wahrnehmen, gleichzeitig stellten die meisten fest, es sei online viel aufwändiger, Fragen zu stellen oder sich zu motivieren: Das teilt die Schulleitung in aus einer Umfrage mit, die sie nach fast drei Monaten wieder im Online-Unterricht oder im Wechsel aus Online- und Präsenzunterricht unter Schülern initiiert hat.

Wie gestaltet sich die Situation aus Schülerperspektive? Welche Unterschiede nehmen sie zum Lockdown im März 2020 wahr? Können sie sich (noch) motivieren? Diese und andere Fragen wurden fünf Klassen gestellt: einer elften Klasse des IBG, einer der Berufsfachschule Wirtschaft, einer Einzelhandelsklasse, einer des Kaufmännischen Berufskollegs sowie einer Abiturklasse.

Gefragt nach erfreulichen Erlebnissen bezüglich Schule und Lehrer betonten alle Klassen einen „strukturierteren Ablauf“ als voriges Jahr. Auch die Tatsache von (fast) gänzlichem Online-Unterricht wurde mehrheitlich positiv bewertet.

Neue „Lehrerkrankheit“ 

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Der Matheunterricht erhielt gar das Kriterium „Highlight der Woche“, berichtet die Schulleitung. In den meisten Fällen seien Lehrer bemüht, den Unterricht „so gut und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten“. Ebenso bemerkten die Schüler oft unkomplizierte Erreichbarkeit ihrer Lehrer. Dabei hätten sich auch ältere Lehrer als „technisch fähig“ erwiesen. Durchweg alle Befragten genießen die gewonnene Zeit durch den Wegfall von teils langen Schulwegen. Hinsichtlich ihres Verhaltens beurteilten die Schüler es als erfreulich, wenn sie sich motivieren konnten, nicht nur eingeloggt, sondern auch tatsächlich anwesend und vorbereitet zu sein – selbst wenn es „im Bett liegend“ passierte. Einige  haben sogar eine gesteigerte Beteiligung am Unterricht und konzentrierteres Arbeiten festgestellt, heißt es weiter. Grundsätzlich ergebe sich für alle Schüler mehr Zeit zur selbstständigen Verfügung (Freizeit, Familie, Schlaf, Abiturvorbereitung). 

Gefragt nach Konflikten und Frustrationen kam eine neue „Lehrerkrankheit“ zutage: Fast jeder Lehrer überziehe im Online-Unterricht. Häufig genannt wurden auch organisatorische und digitale Stressfaktoren: Fehleranfälligkeit des Konferenzsystems „Big Blue Botton“, instabile Internetverbindungen, „uneinheitliche und zum Teil sehr späte“ Aufgabenübermittlung durch die Lehrer. Zudem hätten manche Lehrer offenbar eine falsche Vorstellung vom Tagesablauf und würden „gefühlt eine Million Aufgaben“ schicken. 

Nur wenige Schüler konnten durch den Online-Unterricht eine gesteigerte Beteiligung wahrnehmen. Das Umfeld zu Hause berge die Gefahr verschiedener Ablenkungen; manche hätten sich ein „bisschen zu frei gefühlt“. Um aus einem Lethargie-Modus auszubrechen, erklärten die Befragten unter anderen, Lehrkräfte könnten mehr auf etwas Bewegung (Fitness nach 45 Minuten?!) achten und die Schüler „stärker einbeziehen“ in Themen, Arbeitsformen und Planung. Organisatorisch gab es mehrheitlich den Wunsch, sich auf ein digitales Konferenzsystem und ein Benachrichtigungssystem zu einigen. 

„To-do-Listen“ helfen

Auch für die Schülerschaft haben die Befragten Tipps parat. Zum Beispiel schade es, „andere Geräte parallel anzuhaben“, Handy oder Playstation sollten bestenfalls in einem anderen Zimmer „warten“, dies fördere auch die Chance auf „mehr mündliche Mitarbeit“. Und man könne sich eine alltägliche Struktur mithilfe von „To-do-Listen“ schaffen – „Selbstorganisation ist heilig“, wird die Zusammenfassung einer Schülerin zitiert.

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