Lahr/Schwarzwald

Umzug: Gegen Kälte half Konfettibad

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 2 Minuten
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13. Februar 2018

Traten natürlich auch im Nachbardorf an: die Driewili-Stampfer. ©Wolfgang Schätzle

Farben- und ideenreich gestaltete sich der Rosenmontagsumzug in Oberweier. An dessen Ende konnten die zahlreichen Besucher sogar die Mumie des bekannten Pharaonen Tut-Anch-Amun im Sarkophag bestaunen.

Zwar war es kein Kaiserwetter wie im letzten Jahr, aber das Wichtigste für die Narren: Es blieb trocken! Allerdings blies beim Rosenmontagsumzug der Krabbe-Schenkel in Oberweier ein eisiger Wind. 

Der Umzug war in diesem Jahr wieder auf Normalmaß. In der letzten Kampagne profitierten die Krabbe-Schenkel davon, dass damals im Umland keine anderen Umzüge für Konkurrenz sorgten. So wurde den dennoch zahlreichen Zuschauern ein kleiner, aber durchaus interessanter Umzug präsentiert. 

Vorne weg das Einsatzfahrzeug der Oberweierer Feuerwehr, die über die Lautsprecheranlage die wartenden Zuschauer am Straßenrand zum Narrenruf der Krabbe animierten. Erste Stimmung in musikalischer Form verbreitete der örtliche Musikverein.

Gäste gebadet

Die gastgebenden Krabben trieben ihr Unwesen mit Konfetti und so mancher Zaungast wurde auch im Konfetti gebadet. »Das wir bleiben munter und gesund, dafür sorgen Schäfer Jürgen und sein Hund«, lautete das Motto der Frauen- und Müttergemeinschaft, die eine große Schafsherde bildete.

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Direkt dahinter folgte bereits der Hingucker schlechthin. Die private Narrengruppe ’s Grotteloch entführte in das Land der Pharaonen. Sie zogen mit einem goldenen Sarkophag des berühmten Tut-Anch-Amun durch Oberweiers Straßen. Und die Grottelocher selbst hatten sich für ihren gelungenen Auftritt passende Kleider samt Utensilien genäht und gebastelt. 

Blumig ging es wie schon am Vortag in Heiligenzell beim Verein Heimatpflege und Brauchtum Friesenheim zu. Begleitet von fetzig-schräger Musik, ebenfalls aus Friesenheim. Die Driewili-Stampfer rockten durch die Straßen und sorgten für mächtig Stimmung am Straßenrand. Es folgten »de zämme-gwirfelde Hüffe« mit einem Fingerzeig auf die Landesgartenschau in Lahr,

Klagemauer stand ganz oben

Heiligenzells Feuerhexen sowie der Oberweierer Sportverein mit einer Persiflage auf die Klagemauer, die auch schon beim Umzug in Heiligenzell thematisiert worden war. Als Anonyme verkleidet fragten sie sich: »Ich bin die Klagemauer, wo darf ich hin?« Die rollende Klagemauer der Sportler hatte übrigens sogar ein Sorgen-Telefon. 

Die Burgheimer Eiszäpfle-Hexen aus Lahr, Heiligenzells farbenfroh gekleidete Ministranten und die Mauerberg-Hexen aus Neuweier mit ihrem Party-Hexen-Wagen bildeten den Abschluss des Umzugs.

Gefolgt von einer Menschentraube, die sich zunächst einmal vor der Waldmattenhalle tanzend, singend und lachend vergnügte. Die Kälte war längst vergessen – der Spaß regierte unterm Narrenvolk.

Stichwort

Es lag eine Mumie drin

Während des Umzugs gab es keine Gelegenheit ihn zu öffen, es galt einfach nur den gewichtigen Sarkophag die Oberweierer Hauptstraße hochzuschieben. Dieser wurde nach Umzugsende von den Grottelochler zum Bestaunen neben dem Brunnen vor der Waldmattenhalle in Position gebracht.

Noch mehr ins Staunen kamen die anderen Umzugsteilnehmer und Besucher als der weit über 150 Kilo schwere Deckel angehoben und leicht verschoben wurde, so dass ein Blick ins Innere gewährt werden konnte. »Da liegt ja eine richtige Mumie darin«, stellten gleich die ersten wunderfitzig guckenden Narren fest. 

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