Lahr/Schwarzwald

Urkunde wird unterzeichnet: Zvenigorod und Lahr werden Freunde

Autor: 
Karsten Bosch
Lesezeit 2 Minuten
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10. September 2018

Die Lahrer in Zveigorod. ©Stadt Lahr

Es kam so, wie es aus Sicht der Stadtverwaltung kommen musste. Immerhin: Am Freitag, 14. September, ist die Unterzeichnung der Freundschaftsurkunde mit der russischen Kleinstadt Zvenigorod in großem Rahmen in Berlin vorgesehen. Da hätte eine Ablehnung des Haupt- und Personalausschusses in der gestrigen Sitzung kaum gepasst.

Doch die Lahrer Kommunalpolitiker waren sich ausnahmslos einig. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller wies nochmals auf die mehr als zwei Jahrzehnte hin, in denen Lahr Anlaufpunkt für russische Delegationen, aber auch Russland für Lahrer Abgesandte waren. Nicht oft, aber nicht zuletzt herzlich. Dies habe auch für den Besuch am »Tag des Sieges« gegolten, der als jüngster Besuch 2017 stattgefunden habe. 

Die losen Kontakte zu Zvenigorod bestehen seit dem Jahr 2011, der letzte Besuch aus Russland stammt aus dem Jahr 2016. »Echte« Überlegungen entstanden jedoch tatsächlich 2017. Und die sollen eben nun beim Abschluss des Deutsch-Russischen Jahres ihren vorläufigen Höhepunkt finden, der in Berlin gefeiert wird; übrigens sind auch die deutsche Außenminister Heiko Maas und sein russischen Kollege Sergej W. Lawrow mit dabei: die Unterzeichnung der Freundschaftsurkunde.

Das mit der Freundschaft und nicht einer Partnerschaft habe sich auch mit Alajuela als richtig erwiesen. OB Müller: »Wir sehen dann, wie belastbar das Ganze ist.« Schulpartnerschaften und gemeinsame Projekte in der Lehrlingsausbildung nannte er als Beispiele.

Alle waren dafür

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Auch Roland Hirsch (SPD) schloss sich diesem Vorgehen an. »Angesichts der vielen Aus- und Übersiedler, die hier bereits wohnen, ist dies der richtige Weg«, meinte er. Wichtig wird es für ihn sein, ein bestimmtes Gebiet zu finden, das man mit Zvenirogod beackern könnte.

»Kontakte ins Ausland sind immer gut und ermöglichen einem, mal über den üblichen Tellerrand hinauszuschauen«, meinte denn auch Ilona Rompel (CDU). Auch sie beschloss die Spätaussiedler mit ein und hielt es auch vor diesem Hintergrund wie die zwei Vorredner: Eine Freundschaft tut es zunächst.

Das sah auch Klaus Girstl so, der für die FW sprach. Es sei gerade in heutigen Zeiten wichtig, dass die Menschen den Umgang miteinander pflegen. Allerdings hatte er auch Grund, die Sache vorsichtig zu sehen. »Die Verwaltung hat jetzt schon viel mit Partnerschaft zu tun. Wir müssen da auch personelle Kapazitäten schaffen.«

Auch Sven Teubert und Jörg Uffelmann schlossen sich der Mehrheit im Ausschuss an, der sich einstimmig für die Unterzeichnung aussprach.

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