Viel Musik, Theater und eine neue Illusion

Kulturkreis Lahr stellt Programm für Spielzeit Juli-Dezember vor

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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24. Mai 2019
Illusionist Mark Hagenbeck

Illusionist Mark Hagenbeck ©Kulturkreis

Die Stilmischung im Stiftschaffneikeller besteht aus Musik – Jazz, Klassik und Rock –, Kabarett, einer musikalischen Show, Musikcomedy, zwei Theateraufführungen und einem Illusionisten. Susanne Weber, Christopher Kern und Matthias Morton vom Lahrer Kulturkreis haben am Donnerstag das Programm des zweiten Halbjahrs im Keller vorgestellt.

Ganz neu ist der »Magier« Marc Hagenbeck, der am Ende der diesjährigen Spielzeit im Keller am Urteilsplatz mit dem Programm »R(h)ein Mental – das Kino in deinem Kopf« auftritt Hagenbeck »zaubert« nicht im herkömmlichen Sinn. Er schafft mit Worten und Gedanken als »Werkzeugen« Illusionen in den Köpfen der Zuschauer. Der Auftritt am 14. Dezember des Illusionisten und Mentalisten Hagenbeck ist eine Premiere, seit es den Kulturkreis in der neuen Form seit vier Jahren gibt.

 

Eine andere Besonderheit ist das Konzert »Zurück an alter Wirkungsstätte« der Bigband »W« am 16. November. Die heute legendäre Jazz-Formation hatte ihren ersten Auftritt überhaupt im November 1988 im Stiftsschaffneikeller, damals unter der Leitung von Carlo Bäder – dem Gründer, als der Kulturkreis ein noch recht junger Verein war. Die Mischung aus Jazz, Pop, Rock oder Funk des etwa 20-köpfigen Ensembles ist daher sicher einer der Höhepunkte des Programms im zweiten Halbjahr.

Premiere

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Die Theaterbühne im Keller mit Regisseur Christopher Kern zeigt am 29. November – ebenfalls als Premiere – das Stück »Die Benachrichtigung« des Tschechen Vaclav Havel. Kern bezeichnet die Geschichte, die Havel als noch relativ unbekannter Autor im Jahr 1965 geschrieben hatte, heute als immer noch oder wieder aktuell. Havel hatte damals Neid, Feindschaften und die Bürokratie glossiert. Am 2. Oktober führt die Theatergruppe das Stück »Rote Sonne – dunkle Nacht« erneut auf. Motto: »Nai hemmer gsait«. Es geht darin um den echten und erfolgreichen Widerstand der Einwohner von Wyhl am Kaiserstuhl gegen ein geplantes Atomkraftwerk in den 1970er Jahren. Kern ergänzte hier, dass die Truppe mit diesem Stück eine gute Resonanz auf einer Tournee nach Waldkirch oder an den Kaiserstuhl gehabt hatte. Daher habe man sich entschlossen, das Stück auch im Keller noch einmal zu spielen.

 

Den Auftakt im zweiten Halbjahr mach – noch vor den Sommerferien – am 5. Juli das Septett »Oncues« mit einem Jazz-Konzert. Ebenfalls noch vor den großen Ferien am 19. Juli treten der aus Lahr stammende Bariton Menno Koller und die Litauerin Austéja Valušyte mit dem Programm »Parallelen« auf. Das Duo stellt Lieder aus Litauen und Deutschland vor. Die »Zipflo Reinhardt-Band« gastiert mit »Fusion Jazz« nach den Ferien am 14. September. Eine Besonderheit des Quartetts ist die Jazzgeige Reinhardts, der als »Jazz-Paganini« oder »Teufelsgeiger« bezeichnet wird. Eine Woche später, am 21. September, erinnerte Cordula Sauter an Astor Piazolla mit »Mehr Tango geht nicht«. Die Kabarettistin Vera Deckers ist der Meinung, »wenn die Narzissten wieder blühen« wäre es Zeit sich zu wehren oder Humor zu zeigen. Am 27. September führt sie vor, wie es wäre, wenn der Typ »Homo Narzissus« das Sagen auf dieser Welt hätte. Am 12. Oktober kommen Ortenauer Rockklassiker in den Keller.

Dienstälteste Coverband

»Coverrock« ist mit nahezu 40 Jahren Bühnenerfahrung die dienstälteste Coverband im Kreis. Am 22. November geht es noch weiter zurück in die musikalische Vergangenheit. Moni Francis und Buddy Olly präsentieren mit »Petticoat & Pomade« eine 1950er- Jahre Show. Am 6. Dezember treten im Konzert »Dialogues« Daniel Daemon (Saxofon) und Lucas Leidinger (Piano) auf. Die musikalische Freundschaft des Duos soll Geschichten einer gemeinsamen Klangsprache erzählen.

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