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Meißenheim

Viel zu tun nach Unwetter Ende Juli in Meißenheim

Bauhof musste Schäden mit schwerem Gerät beseitigen / Ernteausfälle bei den Bauern
12. August 2017
&copy Hans Spengler&copy Hans Spengler

Das Unwetter am letzten Juli-Sonntag mit Starkregen und Hagel hat in Meißenheim beträchtlichen Flurschaden angerichtet. Der Bauhof hatte in den vergangenen Tagen reichlich zu tun, um die Schäden zu beseitigen. Und auch Landwirte müssen mit zum Teil erheblichen Ernteausfällen rechnen.

Am Sonntag, 30. Juli, hat es in den frühen Nachmittagsstunden ein kurzes Unwetter gegeben, das sich hauptsächlich im Westen der Gemarkung Meißenheim austobte. Große Hagelkörner richteten teilweise erheblichen Schaden an. In nur 20 bis 30 Minuten wurde die Ernte eines ganzen Jahres ganz oder teilweise vernichtet; auch starke Bäume wurden entwurzelt.

Bauhof absolvierte über 250 Einsatzstunden 
Der Meißenheimer Bauhof war in den letzten beiden Wochen mit den Auf­räumarbeiten und der Schadensaufnahme beschäftigt. Hierbei war ein erheblicher Einsatz von Großmaschinen erforderlich. Insgesamt über 250 Stunden waren die Mitarbeiter im Einsatz, um die beschädigten Bäume zu beseitigen. In der freien Fläche wurden allein 50 Bäume beschädigt. Davon wurden 25 entwurzelt oder mussten komplett gefällt werden. An 25 Bäumen konnte ein Kronen- oder Pflegeschnitt das Fällen verhindern. 
Zur weiteren Unterstützung mussten in 106 Stunden externe Kräfte mit Maschinen eingesetzt werden. So war auch der Einsatz eines Spezialbootes zur Gewässerpflege erforderlich. Aber auch im Wald wurden einzelne Bäume entwurzelt oder umgedrückt. Nun müssen die vielen Äste noch gehäckselt werden.

Größte Schäden an der Bachpromenade
Der größte Schaden entstand im Bereich der Mühlbachpromenade und dem Gewann »Grundheckle«. Hier wurde auch die erst kürzlich eingeweihte Brücke beschädigt. 

Tabakpfanzen und Mais geschädigt
Aber auch die Landwirtschaft hat große Schäden zu beklagen. So wurde in Meißenheim nach Jahren der Abstinenz erstmals wieder eine Fläche von rund 10 Hektar mit Tabak bepflanzt. Dieser Tabak hat große Schäden davongetragen und kann nur teilweise geerntet werden. Der Mais wurde auf größeren Flächen ebenfalls stark geschädigt. Allerdings gibt es auch Bereiche, in denen der Mais nicht vollkommen umgedrückt und zerfetzt wurde. Hier kann wohl wenigstens noch eine reduzierte Ernte stattfinden, weil die Maiskolben schon ordentlich ausgewachsen waren. 

Schadensschätzer sind vor Ort
Die Hagelversicherung ist in den kommenden Tagen noch mit Schätzern vor Ort, um die Schäden zu begutachten und insgesamt aufzunehmen. Auch an manchen Gebäuden wurden leichtere Schäden an den Dächern festgestellt. 
Für die Gemeinde dürften sich die Kosten für Aufräum­arbeiten grob geschätzt auf rund 20 000 Euro summieren. Die Sachwertschäden sind deutlich höher. 

Autor:
Hans Spengler

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