Grünes Licht für Projekt

Vis-à-Vis-Brücke ist machbar

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 2 Minuten
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11. September 2019

Willenserklärung unterzeichnet (von links): Wolfgang G. Müller (Lahr), Wolfgang Brucker (Schwanau), Laurence Muller-Bronn (Gerstheim) und Jean-Marc Willer (Erstein). ©Jürgen Haberer

Grünes Licht für das 16,8 Millionen schwere Brückenprojekt des Zweckverbands Vis-à-Vis: Am Dienstag wurde in der Verbandsversammlung die Machbarkeitsstudie vorgestellt. Die Gemeinden Schwanau und Gerstheim haben eine Willenserklärung unterzeichnet.

Fünf Jahre wird es mindestens dauern, bis Radfahrer, Fußgänger und der Öffentliche Nahverkehr auf direktem Weg von Ottenheim auf die elsässische Seite des Rheins gelangen können. Der bereits in den späten 1970er-Jahren erstmals angedachte Brückenschlag wird am Ende aber nur kommen, wenn es dem Zweckverband Vis-à-Vis gelingt, eine solide Finanzierung auf den Weg zu bringen. 

Hürde genommen

Die am Dienstagabend in einer Verbandsversammlung im elsässischen Benfeld vorgestellte Machbarkeitsstudie rechnet mit einem Kostenvolumen von 16,8 Millionen Euro. Nach dem Grundsatzbeschluss des Zweckverbandes im Juli 2018, hat die Herzensangelegenheit der 36 Mitgliedsgemeinden nun aber auf jeden Fall eine weitere Hürde genommen. Die Brücke ist in ihrer jetzigen Form ebenso grundsätzlich machbar wie die Anbindung an die bestehenden Verkehrswege. 

Auf der deutschen Seite könnte relativ kostengünstig die Kiesverladestraße von Ottenheim zum Rhein um rund 2,5 Meter auf 1,1 Kilometer verbreitert werden. Auf der elsässischen Seite müssten die Bürgersteige entlang der Schleuse und des Wasserkraftwerks bei Gerstheim für rund 2,5 Millionen verbreitert werden. 

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Fahrspur für Busse

Den Altrhein selbst würde eine 450 Meter lange und 6,5 Meter breite Brücke mit einer Fahrspur für Linienbusse und einem Fuß- und Radweg überspannen. Das Kostenvolumen läge hier bei 14,6 Millionen Euro, hinzu kämen Naturschutzmaßnahmen (200 000 Euro) und die Erstellung der für das Genehmigungsverfahren notwendigen Studien (2,2 Millionen Euro). Eine Freigabe für den privaten Autoverkehr wird grundsätzlich ausgeschlossen.

Das Projekt ist mit der Feststellung seiner grundsätzlichen Machbarkeit aber nur einen winzigen Schritt weitergekommen. Die zweckgebundenen Rücklagen des Zweckverbandes erhöhen sich mit dem am Dienstag beschlossenen Haushalt 2020 auf rund 210 000 Euro, mit einem Teil davon soll die Stelle eines Brückenbeauftragten geschaffen werden. 

Nun geht es darum, auf deutscher und französischer Seite Mitstreiter zu finden und zu sondieren, ob Fördergelder auf europäischer Ebene fließen könnten.
Die Projektleitung soll in den Händen der Gemeinden Schwanau und Gerstheim liegen. Bürgermeister Wolfgang Brucker (Schwanau) und seine Gerstheimer Kollegin Laurence Muller-Bronn haben am Dienstag gemeinsam mit der Verbandsspitze, dem Lahrer Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und Bürgermeister Jean-Marc Willer (Erstein) eine entsprechende Willenserklärung unterzeichnet. 

Am 24. Oktober wurde eine gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte von Schwanau und Gerstheim angesetzt, bei der die Machbarkeitsstudie noch einmal vorgestellt und anschließend diskutiert wird. 

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