Friesenheim

Was Friesenheimer am Verkehr im Kernort nicht gefällt

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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13. September 2018
Der Lkw-Verkehr in der Bahnhofstraße im Kernort kommt bei Bürgern nicht gut an.

Der Lkw-Verkehr in der Bahnhofstraße im Kernort kommt bei Bürgern nicht gut an. ©Hans Weide

Wie bewerten die Friesenheimer den Verkehr in ihrem Kernort? In der Bahnhofstraße läuft zum Beispiel nicht alles rund. Zudem fordern die Bürger mehr Kontrollen, um das Falschparken einzudämmen.

 »Jetzt sind Sie an der Reihe!« Mit dieser Bemerkung forderte Bürgermeister Erik Weide die etwa 50 Bürger im Nebenraum der Sternenberghalle auf, sich zu dem von der Gemeinde geplanten Verkehrskonzept speziell im Kernort zu äußern. Zuvor ging er am Mittwoch in einem kurzen Vortrag auf die Geschichte der beabsichtigten Maßnahme ein. Demnach hat die Gemeinde bereits 2002 ein Verkehrskonzept erstellt, dass zum einen nur auf den Hauptort beschränkt war und zum anderen nicht mehr der derzeitigen Verkehrssituation sowie der geänderten Rechtslage entspreche. 

Im Rahmen von Veranstaltungen in allen Ortsteilen soll den Bürgern Gelegenheit gegeben werden, zu sagen, wo sie was am Verkehr ärgert und wie die Situation verbessert werden könnte. Oberschopfheim startete am Dienstag die Reihe. 
Nach einer weiteren kurzen Erläuterung der Vorgehensweise durch den mit der Planung beauftragten Diplom-Ingenieur Florian Krentel aus Freiburg konnten sich die Teilnehmer zunächst schriftlich äußern. Dazu hatte man fünf Tafeln mit der Karte von Friesenheim und Schreibutensilien vorbereitet. So konnten die Bürger Zettel mit ihren Wünschen und Vorschlägen an die jeweilige Tafel heften. Die Idee kam an, was die hohe Beteiligung bewies.  

Was die Bürger am meisten beschäftigt, konnte man anschließend an der Zahl der Zettel an den Tafeln feststellen. So war der fließenden Verkehr mit 33 Hinweisen, die Fuß- und Radwege mit 24, der ruhende Verkehr mit elf, der öffentliche Nahverkehr mit zehn und die sonstigen Themen mit sieben vertreten. Anschließend wurden die Tafeln einzeln besprochen, wodurch die Bürger die Möglichkeit hatten, sich auch mündlich dazu zu äußern und vor allen Dingen Fragen an den Bürgermeister oder den Bauamts-Mitarbeiter Frank Wilhelm zu stellen. 

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Tempo runter auf B 3

Beim fließenden Verkehr wurde unter anderem vorgeschlagen, eine Ortsumfahrung von Friesenheim Nord/Süd oder Ost/West in die weiteren Planungen einzubeziehen. Beanstandet wurde der Lkw-Verkehr in der Bahnhofstraße. Hier wurden Sperrung der Straße, aber zumindest Nachtfahrverbote gefordert. Im Hinblick auf die Belastung der Hauptstraße wurde eine bessere Verteilung des Verkehrs gewünscht. Außerdem wurde vorgeschlagen, für die B 3, wie in anderen Gemeinden gehandhabt, eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen. Grundsätzlich wurde eine bessere Geschwindigkeitsüberwachung, zum Beispiel mit ortsfesten Messgeräten, gefordert.

Zum Thema ruhender Verkehr schlugen viele Bürger eine Parkregelung mit Grundstückeigentümern vor, deren Flächen von ihnen nicht genutzt werden. Außerdem wurdebeanstandet, dass im öffentlichen Verkehrsraum Autos abgestellt werden, obwohl es auf dem jeweiligen Grundstück ausreichende Plätze gibt. Vorgeschlagen wurde auch die Begrenzung von Parkzeiten an verschiedenen Plätzen der Gemeinde. Insgesamt wurden auch hier mehr Kontrollen gefordert. 

Beim Rad- und Fußverkehr wurde beanstandet, dass es in der Gemeinde keine durchgehenden Radwege gibt. Im Zusammenhang mit dem ÖPNV wurde unter anderem die Einrichtung einer Anlaufstelle für die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen empfohlen. Grundsätzlich wurde jedoch eine Bedarfserhebung und danach eine Reaktion von der Gemeinde gefordert. Bei den sonstigen Maßnahmen wünschten sich die Bürger mehr Lärmbekämpfung und bei der Planung von Baugebieten eine Forderung von mehr Parkplätzen. 

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