Friesenheim - Oberschopfheim

Was Oberschopfheimer am Verkehr ärgert

Autor: 
Katja Manitz
Lesezeit 3 Minuten
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12. September 2018
Die Diersburgerstraße in Oberschopfheim: Immer wieder werden Klagen laut, dass die Autos zu schnell fahren.

Die Diersburgerstraße in Oberschopfheim: Immer wieder werden Klagen laut, dass die Autos zu schnell fahren. ©Katja Manitz

Was stinkt den Oberschopfheimern am Verkehr? In Gruppen wurden am Dienstagabend Probleme analysiert und Lösungen diskutiert. Ins Visier der Bürger gerieten vor allem B 3 und Diersburgerstraße.

Dass den Oberschopfheimern der Verkehr etwa rund um B 3 und Diersburger Straße unter den Nägeln brennt, zeigte sich am Dienstag im Vereinsraum der Auberghalle, in den die Ortsverwaltung zum Thema Fortschreibung des Verkehrskonzeptes geladen hatte. Mehr als 50 Bürger schritten nach kurzer Bestands- und Problemanalyse durch Verkehrsplaner Florian Kentel (Büro Fichtner) zur Tat: Den Planungsprozess für den Ortsteil für die nächsten zehn bis 15 Jahren mitzugestalten, nutzten sie und trugen an vier Tischen in halbstündiger Gruppenarbeit die Probleme zusammen. Anschließend präsentierten sie Lösungen.

Besonders beschäftigt die Bürger der zu schnelle Verkehr auf der B 3 und den Verbindungstraßen im Ort, vor allem auf der Oberschopfheimer Hauptstraße. Tempo 30, freiwillig 40 oder ein Fahrradstreifen könnten hier helfen, ebenso eine Querungshilfe an den zwei Haltestellen. Erschwert wird auch wegen falsch stehender Linksabbieger in Richtung Offenburg auf die B 3 einzufahren. Eine breitere Fahrspur könnte diesen Engpass am »Engel« beseitigen. 

Ein Blitzer an der B 3? Oder ein Kreisverkehr? Das gefiel nicht jedem. »Der bringt doch nichts und verursacht nur Rückstau.« Besser war der Vorschlag, die Ortsschilder in beide Richtungen zu verschieben. Das könnte die Einfahrt ins Gewerbegebiet erleichtern. Weiteres Ärgernis: Da Navigationssysteme die neue Anbindung ins Baugebiet »Auf der Mühl« noch nicht gespeichert hätten, fahren immer wieder Lkw über die Oberschopfheimer Haupt- oder Leutkirchstraße und die enge Schulstraße zur Baustelle. Anregung: Schilder rechtzeitig vor der neuen Ausfahrt oder noch besser eine gekennzeichnete Abbiegespur, die zudem zu kurz geraten sei.

Zu schnellen Autos auf Leutkirch- und Schulstraße will eine Oberschopfheimerin durch Blumenkübel einen Riegel vorschieben. Eine ständige Radarkontrolle oder eine Querungshilfe würden den Verkehr vor dem Kindergarten St. Elisabeth beruhigen. Fehlende Gehwege erschwerten den Vorschlag eines Schulwegeplan. »Außer dem Gehweg im Laubengässle gibt es keinen Weg, der den Schülern Sicherheit gibt«, sagte die ehemalige Schulleiterin Cordula Hollerbach-Malutzki. 

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Kontrollen gefordert

Die Raserei auf der Diersburgerstraße will so mancher mit Tempo 30 bis zum Ortsende und stationären Blitzern verhindern. Dem zu hohen Tempo bei der Ortseinfahrt soll eine verlängerte Verkehrsinsel Einhalt gebieten. Für parkende Autos auf Gehwegen fordern Bürger mehr Kontrollen. »Es wird bereits geprüft«, sagte Ortsvorsteher Michael Jäckle. Außerdem sei der Weg für Schüler, die von Diersburg mit dem Rad nach Friesenheim fahren, aufgrund fehlender Radwege gefährlich. Eine Option sei über Weingarten- und Meiersmattstraße zu fahren, auch hier klang ein gewünschter Schulwegeplan an. 

Auch der ÖPNV war Thema. Von der Auberghalle oder dem Wohngebiet »In der Wanne« sei es weit bis zu einer der zwei Haltestellen im Ort. Einige störende Aspekte könnten laut Frank Wilhelm vom Bauamt relativ schnell behoben werden, sofern Anwohner es melden – wie etwa »laute« Gullideckel in der Diersburger Straße. 
 

Jäckle zeigte sich gegenüber dem Lahrer Anzeiger angetan von der Gruppenarbeit. »Wir wissen alle, Verkehr ist da. Und wir sollten uns selbst auch an die Nase fassen.«

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