Friesenheim - Heiligenzell

Wassergebühr in Heiligenzell soll nicht teurer werden

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 2 Minuten
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11. Februar 2019

Geht es nach dem Ortschaftsrat Heiligenzell, sollen die Wassergebühren vorerst stabil bleiben. ©Redaktion

Gegenstand der Sitzung des Heiligenzeller Ortschaftsrats  ist unter anderem unter anderem die Wassergebrauchsgebühr in der Gemeinde Friesenheim gewesen. Dazu lag dem Rat ein Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung vor, über den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag, 25. Februar, entscheiden wird. 

Danach sollen die derzeitigen Wasserverbrauchsgebühren in Höhe von 1,60 Euro pro Kubikmeter nicht verändert und die Grundgebühr  von drei Euro beibehalten werden. Hintergrund ist, dass die Gemeinde die Wasserversorgung in Form des Eigenbetriebs »Wasserwerke Friesenheim« betreibt. Ziel dieser Einrichtung ist es, einen Kostendeckungsgrad von hundert Prozent zu erreichen. 

Ziel ist Kostendeckung

In diesem Zusammenhang  war bereits am 1. Januar 2016  vom Gemeinderat eine Erhöhung der Wassergebrauchsgebühr von 1,20 Euro pro Kubikmeter auf 1,60 Euro festgelegt worden – mit dem Ziel, den in der Vergangenheit entstandenen Verlust von 716 627 Euro abzubauen. Nach Gewinnen von 154 724  Euro im Jahr 2016 und 173 681 Euro im Jahr 2017 konnte der Verlust inzwischen auf 388 221 Euro gesenkt werden. 

Für 2018 war ein Gewinn von 143 000 Euro eingeplant, der aber aufgrund eines erhöhten Wasserverbrauchs aufgrund der hohen Lufttemperaturen rund 220 000 Euro betragen wird. 

Bei einem den Vorjahren entsprechenden Wasserverbrauch könne im kommenden Jahr wiederum mit einem Gewinn von 125 000 Euro gerechnet werden, heißt es, so dass der Verlust bis auf rund 43 000 Euro abgebaut wäre. Dies würde dann sogar eine Gebührensenkung möglich machen. 

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Mit der Begründung, dass  eine solche Absenkung der Gebühren auch innerhalb des Jahres möglich sei, ist von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen worden, die Gebühren frühestens 2020 wieder zu ändern. 
Dies fand schließlich auch die Zustimmung des Ortschaftsrates, so dass nach zusätzlichen Erläuterungen durch Ortsvorsteher Gerold Eichhorn (CDU) dem Gemeinderat ein entsprechender Beschluss empfohlen wurde. 

Tempolimits

Der Wunsch nach einer Begrenzung der Geschwindigkeit für Kraftfahrzeuge in Friesenheim auf 30 Kilometer pro Stunde wurde im Rahmen der Fragen aus der Mitte der Zuhörer geäußert. 

Dazu äußerte Bürgermeister Erik Weide, dass dies bisher an der Rechtslage gescheitert sei. Demnach ist auf allen Straßen innerorts eine Geschwindigkeit bis zu 50 Kilometern pro Stunde erlaubt, wenn keine unverhältnismäßigen Beeinträchtigungen durch Lärm oder Gefahren bestehen. Die Entscheidung darüber treffe das Landrats­amt.

Die Gemeinde beabsichtige jedoch, sich mit Blick auf die zahlreichen gleichlautenden Anträge, die ihr inzwischen vorliegen, für eine  entsprechende Regelung beim Landratsamt einzusetzen. 

Weitere Fragen an den Ortschaftsrat nahmen Bezug auf die die aktuelle Verkehrssituation in Heiligenzell – unter anderem ist eine Querungshilfe über die Straße in Höhe des Friedhofs gefordert worden.

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