Schwanau

Wechsel an der Spitze des Bezirksimkervereins Ried

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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14. Mai 2019

Bilden den Vorstand des Bezirksimkervereins Ried (von links): Sebastian Ribbat, Horst Danzeisen, Werner Seiler und Bernd Heimburger. ©Thorsten Mühl

Wie schon im Dezember angekündigt, hat der Bezirksimkerverein Ried im Rahmen seiner Hauptversammlung am Freitag, einen Wechsel an der Spitze vollzogen. Sebastian Ribbat und Bernd Heimburger bilden dabei das neue Führungsduo.

Nach 30 Jahren an der Vereinsspitze hat Horst Rosewich sein Amt als Vorsitzender des Bezirksimkervereins Ried abgegeben. In der Hauptversammlung am Freitag wurde Rosewich zum Ehrenvorsitzenden ernannt, sein Nachfolger wurde Sebastian Ribbat, der seit 2014 als Stellvertreter fungierte. Neuer Stellvertreter wurde Bernd Heimburger. Damit der Schnitt nicht zu scharf ausfiel, erklärten sich Schriftführer Werner Seiler und Rechner Horst Danzeisen für weitere zwei Jahre bereit, in ihren Positionen zu verbleiben.

Solide Gesamtsituation

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Danzeisen konnte aus finanzieller Sicht von einem »sehr ruhigen, guten Jahr« berichten. Unter dem Strich standen ein kleiner Gewinn sowie eine solide Gesamtsituation. Werner Seiler informierte über mehrere Veranstaltungen an der Badischen Imkerschule in Oberentersbach, die seitens der Verantwortlichen besucht wurden. Vertreten war der Bezirksimkerverein Ried außerdem beim Badischen Imkertag in Konstanz und beim Hohenheimer Tag. Regelmäßig wird im monatlichen Rhythmus außerdem ein Imker-Stammtisch angeboten. In seinem letzten Jahresbericht sprach Horst Rosewich von einem Bienenjahr, das ein ziemlich feuchtes und kühles Frühjahr mit Regenfällen bis in den Mai hinein einleitete. Zur Zeit der Akazienblüte kam es dann schlagartig zum Wetterumschwung, eine gute Blütenhonig-Zeit war die Folge. Bis Oktober schloss sich ein heißer, trockener Sommer an, dessen ungeachtet im Schwarzwald Tanne, Fichte und Edelkastanie intensiven Honigtau lieferten. »Die Hitze hat den Völkern insgesamt wenig anhaben können. Wichtig war für die Imker allerdings, ihren Völkern schattige Stellplätze zu verschaffen«, schilderte Rosewich. Die Ernte sei insgesamt zufriedenstellend ausgefallen.

Die weitere Entwicklung war dann aber nicht ungeteilt positiv. Das Einwintern sei gut vonstatten gegangen, das Auswintern aber nicht ohne Probleme verlaufen. Völkerverluste zwischen 30 und sogar 100 Prozent waren zu beklagen, wobei die Ursachenforschung den Imkern nicht selten Kopfzerbrechen bereitete. »Was zum Teil passiert ist, war nicht nachvollziehbar«, räumte Rosewich ein. Probleme hätten insbesondere die Ableger bereitet. Die Varroa-Milbe stand als eine mögliche Ursache im Raum, doch vielfach blieb nur Mutmaßen. 2019 lieferte bis dato nur wenig bis kaum Honigertrag. Horst Rosewich führte aus, dass es in der aktuellen Situation lohne, seine Völker mit Honig zu füttern. Hintergrund der Maßnahme sei, die Völker bei Kräften zu halten. 

Unter anderem zur aktuellen Marktsituation äußerte sich Kreisvorsitzender Josef Bau in seinem Grußwort an die Versammlung. Gerade im Bereich Blütenhonig sei der Markt augenblicklich gesättigt. Allerdings ging Bau davon aus, dass sich die Situation in absehbarer Zeit wieder beruhigen werde.

Info

Imkerverein Ried

◼ Vorsitzender: Sebastian Ribbat, • 0 78 24/6 59 45 94
◼ Gegründet: 1948
◼ Mitglieder: 50
◼ Internet: bienenrose.wordpress.com

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