Meißenheim

Wegen Sozialkomponente weniger starke Erhöhung der Hundesteuer

Autor: 
Reiner Beschorner
Lesezeit 2 Minuten
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10. Juni 2021

Erhöhung der Hundesteuer ab 1. Januar 2022. ©Gorodenkoff - stock.adobe.com

Der Gemeinderat Meißenheim folgt dem Verwaltungsvorschlag zu den ab dem 1. Januar 2022 geltenden Hundesteuersätze nur bedingt. Darin war eine Erhöhung um 20 Prozent vorgeschlagen gewesen.

Bei der Beratung über die vom 1. Januar 2022 an geltenden Hundesteuersätze ist der Gemeinderat in der Sitzung am Montag nur teilweise dem Verwaltungsvorschlag gefolgt. In diesem war eine generelle Erhöhung der aktuell gültigen Steuersätze um 20 Prozent vorgesehen. Für normale Hundehalter fällt die neue Steuer geringer aus, Halter von Kampfhunden oder gefährlichen Hunden müssen dagegen mehr bezahlen als die Verwaltung vorgeschlagen hatte. 

In der Frageviertelstunde für Zuhörer hatte Klaus Fuhrmann eine Lanze für jene Hundehalter gebrochen, die aus sozialen Gesichtspunkten einen Hund als Familienmitglied und Begleiter durch den Alltag angeschafft haben. „Eine Erhöhung um 20 Prozent erscheint unverhältnismäßig, 72 Euro im Jahr sind für sozial weniger gut gestellte Menschen viel Geld. Außerdem werden die Mehreinnahmen von rund 5000 Euro den Kohl auch nicht fett machen“, sagte Fuhrmann und sprach damit die Haushaltssituation der Gemeinde an. 

Die Frage von Fuhrmann, „warum gerade jetzt?“, erwiderte Bürgermeister Schröder mit der Gegenfrage „warum erst jetzt?“. Laut Schröder sind die Hundesteuersätze schließlich zum letzten Mal vor zehn Jahren erhöht worden. 

Während der Kürzeller Ortsvorsteher Hugo Wingert eine Erhöhung für den Ersthund von einem Euro pro Monat nach zehn Jahren für angemessen und vertretbar hielt, schloss sich die Mehrheit der Gemeinderäte dem Vorschlag an, den Steuersatz für den ersten Hund lediglich um zehn Prozent zu erhöhen. 

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Quelle: Gemeinde Meißenheim

 

Keine Mehrheit

Der Antrag von Jasmin Lehmann, auch künftig auf die Ausgabe einer Steuermarke zu verzichten, fand im Gemeinderat keine Mehrheit. Lehmann hatte den Antrag mit einem zu hohen Verwaltungsaufwand sowie der Unkontrollierbarkeit begründet.

Der Jahressteuersatz für den ersten Hund wird auf Beschluss des Gemeinderats lediglich um zehn Prozent erhöht. Bei der Zwingersteuer folgte der Gemeinderat dem Vorschlag der Verwaltung. Dagegen fiel die Erhöhung bei den Kampfhunden und gefährlichen Hunden noch deutlicher aus. 360 Euro für den ersten und 720 Euro für jeden weiteren Hund waren beantragt worden, jetzt sind auf Vorschlag von Sven Kirner (FL) 400 und 800 Euro. 

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