Lahr - Hugsweier

Weitere Förderer für Ortszentrum Hugsweier gesucht

Autor: 
Bettina Schaller
Lesezeit 3 Minuten
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30. Juli 2021

So könnte das Dorv-Zentrum aussehen, aber noch braucht es Startkapital. ©Bettina Schaller

Das neue Ortszentrum Hugsweier benötigt noch Anteilseigner. Dabei haben die Bürger am Infoabend in der Schutterlindenberghalle großes Interesse gezeigt - mit etlichen Fragen rund um das Projekt.

Rund 100 Hugsweierer sind am Dienstag in die Schutterlindenberghalle gekommen. Sie folgten einer Einladung des Dorv-Teams, das die Etappen auf dem Weg zum neuen Ortszentrum mit Dorfladen vorstellte und Begeisterung für den letzten steilen Anstieg wecken wollte. Rund 60 000 Euro braucht es noch für das Startkapital. Darum warb das Team bei Menschen aus Hugsweier und dem Umland dafür, Anteile zu zeichnen. Diese gibt es ab 100 Euro. 

Auch Baubürgermeister Tilman Petters warb für das Projekt. Die Verwaltung habe das Grundstück gekauft und einen Wettbewerb für die Bebauung mit der Idee eines Ortszentrums ausgeschrieben, blickte er zurück. „Die Verwaltung ist von der Idee begeistert, wertschätzt das ehrenamtliche Engagement des Dorv-Teams, hat Geld in die Hand genommen.“ Den finanziellen Grundstock habe die Verwaltung geleistet, mit Leben könne die Verwaltung das Dorv-Zentrum (die Abkürzung steht für Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung) aber nicht füllen. Die Umsetzung klappe nur mit der Unterstützung aus Hugsweier und der Umgebung. Martina Enneking vom Dorv-Team ergänzte, dass die Nachfrage aus dem Dorf und der Umgebung das Angebot bestimmen werde. Der Laden, das Café und die Multifunktionsräume werden das Dorfleben bereichern, ist sie sicher. Durch den Umzug in neue Wohnungen über dem Dorfzentrum könnte an anderer Stelle Wohnraum frei werden. 

Aber was passiert im Worst Case? Diese Frage stellte Ortschaftsrat Günter Noll. Sollte der benötigte finanzielle Grundstock nicht zusammenkommen, müssten die Gesellschafter über die Finanzierung entscheiden, sagte Peter Winkels vom Dorv-Team. Klaus Koch, Geschäftsführer der Eichner Bau GmbH, stellte die Option in den Raum, zur Not ausschließlich Wohnraum auf dem Areal zu schaffen. Die Nachfrage sei erfahrungsgemäß groß. Derzeit sind 17 Wohnungen geplant. Bislang sei noch nicht entschieden, inwieweit diese als Eigentums- oder  Mietwohnungen auf den Markt gehen. 

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Bis spätestens Ende dieses Jahres soll die „Dorv Leben Hugsweier Gbr“ eine Entscheidung zur Finanzierung treffen. Wird die Summe erreicht, gibt es eine Verlängerung, oder ist das Finanzierungskonzept gescheitert? Diese Frage wird dann beantwortet. Und was passiert im Fall des Scheiterns mit den Einlagen der bisherigen Anteilseigner? „Die werden zinslos zurückbezahlt“, sagt  Peter Winkels.  

Wird im Dorfladen verpackungsneutral verkauft? Kann man sich vorstellen, mit den Lahrer Werkstätten zusammenzuarbeiten, um benachteiligten Menschen ein Jobangebot zu machen? Diese und andere Fragen zu Wohnungsgröße, Finanzierbarkeit, Barrierefreiheit oder Betreuungsmöglichkeit wurden gestellt. An Bistrotischen standen Klaus Koch von der Eichner Bau, Architekt Christian Göbert von der Werkgruppe Lahr, Sabine Fink, Leiterin des Stadtplanungsamts, und das Dorv-Team bereit.

„Die Haushaltsbefragungen haben uns eine positive Rückmeldung für das Projekt gegeben“, so Winkels. Bei 800 Haushalten könne das Ortszentrum mit den Säulen Dienstleistung, Lebensmittel, soziale und medizinische Versorgung sowie Räumen für das Dorf- und Vereinsleben und Wohnen eine Zukunft haben. Winkels: „Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf der Zielgeraden der Tour de Dorv.“

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