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»In den Wolfackern« wird gerast

Wittenweierer Ortschaftsrat nimmt Sorgen ernst

12. Oktober 2017
&copy Thorsten Mühl

Der Ortschaftsrat Wittenweier hat auf die Sorgen von Anwohnern des Neubaugebiets »In den Wolfackern« reagiert. Er will sich auf dessen westlicher Seite für eine Tempo 20-Regulierung sowie als weitere Option für Schwellen starkmachen.

Das Areal »In den Wolfackern« erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit, gerade bei Familien mit kleinen Kindern. Das soll so bleiben, doch einige Anwohner haben Sorgen. 

Mit denen befasste sich der Ortschaftsrat am Dienstag in seiner Sitzung. Anwohner sind besorgt um das Wohl ihrer Kinder, Hintergrund sind »verantwortungslos hohe Geschwindigkeiten«, mit denen »ins Quartier hinein gebrettert« werde, wie ein Anwohner seine Erfahrungen der vergangenen drei Monate schilderte. Kinder seien dabei »bereits mehrfach gefährdet worden«. 

Ortsvorsteher Sven Kehrberger (CDU) wies auf die kurvige Streckenführung des Neubaugebiets hin, die auf Tempo 30 ausgelegt sei. Dennoch erstaune ihn immer wieder, welches Tempo innerorts – etwa im Abschnitt ab der Kirche in Richtung Unterschofden – auf kurzer Strecke erreicht werde. 

Um dem Tempotrend im Neubaugebiet entgegenzuwirken, wurden Unterschriften gesammelt, ein Antrag bei der Kommune gestellt. »Uns geht es um ein schlüssiges Konzept, um temporeduzierende Maßnahmen«, lautete das Kern-argument. Die Maßnahmen müssten nicht zwangsläufig aus einer Spielstraße bestehen.

Schlüssige Argumentation

Eine schlüssige Argumentation, da in der Beratung Anwohnern wie auch Räten bewusst war, dass eine Spielstraße Vor-, aber eben auch Nachteile mit sich bringen würde. Neben einzuhaltender Schrittgeschwindigkeit sei in einem solchen Fall vor allem zu beachten, dass das Parken nur auf entsprechend gekennzeichneten Flächen erlaubt sei. 

Durchaus ein Knackpunkt, wie vergangene Erfahrungen in der Straße »Auf dem Bühl« zeigten. Um die Jahrtausendwende eingerichtet, zeigten heutige Erfahrungen, die Spielstraße am liebsten wieder aufzuheben, schilderte Ortsvorsteher Kehrberger. 

Geschwindigkeitszähler

Auch Sybille Roll (SPD) fürchtete, dass die Anwohner eine Spielstraße »spätestens dann bereuen könnten, wenn ihre Kinder später selbst den Führerschein haben und noch mehr Autos im Areal hinzu kommen«. Als denkbare Sofortmaßnahmen – gerade für den westlichen Teil des Areals (aus Richtung Elz kommend) – wurde ein Geschwindigkeitszählgeräts angeregt. 

Außerdem wurde seitens des Rats die Einführung von Tempo 20 im Areal vorgeschlagen. Hierzu muss aber noch die nächste Verkehrsschau ihr Urteil abgeben. 

Diskutiert wurde außerdem über die Verwendung von tempomindernden Straßenschwellen. Deren Technologie habe sich mittlerweile weiterentwickelt, Erfahrungen in der Elzstraße waren wenig erfolgreich verlaufen. Sybille Roll und Gerda Herr (ebenfalls SPD) verwiesen auf positive Entwicklungen in anderen Kommunen, beispielsweise Rust. Ein solcher Schritt wäre »effektiver als jedes zusätzliche Schild« (Roll). 

Georg Zeller (FWV) regte dabei an, die Schwellen sollten so gewählt werden, dass es für passierende landwirtschaftliche Geräte – etwa am Feldweg beim Neubaugebiet – möglichst keine Probleme gebe. 

Letztlich beschloss der Ortschaftsrat einhellig, die Tempo-20-Regelung weiterzuverfolgen und das Tempomessgerät öfter aufstellen zu lassen. Hinsichtlich der Effektivität von Schwellen sollen Erkundigungen eingezogen werden, das Thema in der Verkehrsschau eingebracht werden.

Eine Umsetzung der angeregten Maßnahmen könnte im Zuge des Endausbaus für das Neubaugebiet erfolgen. Sofern der wie gewünscht die kommunalen Haushaltsberatungen im November passiert, wäre eine Realisierung 2018 denkbar.

Autor:
Thorsten Mühl

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