Schwanau - Wittenweier

Wittenweierer Rat legt Pflanzungen für Ortsmitte fest

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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21. Februar 2020

Bepflanzte Baumscheiben sollen die Ortsmitte von Wittenweier schmücken. ©Thorsten Mühl

Wie die Bepflanzung künftig in der Ortsmitte aussehen sollen, darüber beriet der Ortschaftsrat und berücksichtigte dabei auch kritische Anmerkungen von Anwohnern.

Für die Bepflanzungsmaßnahmen in der Dorfmitte unterstützte Andreas Haag (Gemeindebauhof) den Ortschaftsrat am Dienstagabend mit seiner Expertise. Besprochen wurde die Bepflanzung von sechs Baumscheiben sowie drei Pflanzbeeten unterschiedlichster Form in und um die Dorfmitte. Haag gab zu jedem einzelnen Unterpunkt mehrere Alternativvorschläge ab, wobei er ausführlich jeweils auf relevante Aspekte wie zum Beispiel Blühzeiten und Pflegeaufwand einging.

Kritische Anmerkungen

Für die sechs Baumscheiben entschieden sich die Ortschaftsräte für eine Stauden-Bepflanzung, das bedeutet, krautartige Gewächse, wobei dabei eingeschlossen war, dass keine höher wachsenden Gräser verwendet werden sollen. In der Diskussion wurde seitens Anwohnern die Laub­entwicklung kritisch angemerkt. Andreas Haag meinte dazu, ein wenig Laub schade auch wiederum nicht, beispielsweise beim Thema Nährstoffe. Das länger gezogene, schmale Pflanzbeet (bei den Anwesen Zeller und Kehrberger) soll mit einer Blühpflanzen-Mischung versehen werden. 

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Anwohner machten dabei auf die Auswahl der Bepflanzung aufmerksam, die zwar während Frühjahr und Sommer blühe, im Winter sei dagegen gar nichts zu sehen. Hecken hätten dagegen wenigstens ansatzweise auch während der Wintermonate Grünes. Unter vier Alternativen bekamen die Blühpflanzen zumindest für die kommende Blühperiode den Vorzug, beispielsweise gegenüber Bodendeckern oder Bodendecker-Rosen. Das große Beet (beim Anwesen Schalk) wurde auch deshalb ausführlicher diskutiert, weil es eine Flächen nahe beim Dorfbrunnen betraf. 

Hier, das gab auch Haag zu bedenken, werde der Platz alljährlich für den Oster- und Weihnachtsbrunnen benötigt. Er schlug alternativ einen Blühstreifen mit punktuellen Inseln und einem Zierstrauch oder eine Stauden-Mischung vor. Der Ortschaftsrat votierte mehrheitlich jedoch für eine Bepflanzung mit drei Blühsträuchern, während der Rest der Flächen als Rasen belassen werden soll. Ergänzend könnten, ähnlich wie in Ottenheims Dorfmitte, Blumenampeln aufgehängt werden, hatte Haag bei dieser Alternative vorgeschlagen. Abschließend wurde noch über das schmale Beet in der Kurve (bei Brunnen und Kirche) beraten. Hier wurde zugunsten einer Wechselbepflanzung mit mehreren Blumensorten entschieden, wobei das Ganze in Hügelform angeordnet werden soll.  

Der Ortschaftsrat nahm sich bei jedem einzelnen Beet für die Diskussion ausgiebig Zeit, band die Vorschläge Andreas Haags und einzelne Bedenken sowie Kritik der Anwohner mit ein. Das Gesamtergebnis soll darauf ausgerichtet sein, der neuen Dorfmitte einen gut sichtbaren „grünen Anteil“ zu verpassen, um bei der Optik nicht Stein und Asphalt allein  dominieren zu lassen.

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