Geschaut wird gerne, gekauft weniger

Wunsch nach Elektro-Autos ist in Lahr noch verhalten

Autor: 
Sophia Körber
Lesezeit 3 Minuten
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22. August 2018
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Strom oder Benzin? Vor dieser Frage stehen viele Kunden der Lahrer Autohäuser. Die Neugier ist zwar häufig groß, am Ende greifen die meisten jedoch wieder auf den Verbrennungsmotor zurück. ©Sophia Körber

Noch scheinen die Lahrer zurückhaltend zu sein, wenn es um den Kauf von Elektroautos geht. Die Nachfrage ist gering. Nur hin und wieder kommen Kunden mit dem Wunsch nach einem voll elektrischen Antrieb, wie eine Umfrage des Lahrer Anzeigers bei drei Autohäusern ergeben hat.

Wenn es vorbeifährt, ist es kaum zu hören – das Elektroauto, die leise und umweltfreundliche Alternative zum Verbrennungsmotor. Doch wie e-mobil sind die Lahrer denn unterwegs? Der Lahrer Anzeiger hat sich in drei Autohäusern umgehört: Wie beliebt sind die neuen »Stromer«? 

»Wir haben derzeit gar keine Elektroautos, da Opel nur den Ampera anbietet und dieses Modell noch lange Lieferzeiten hat«, erklärt Rainer Wölfle, Geschäftsführer des Autohauses Schillinger  im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Da er kein Modell anbietet, kann er auch nicht sagen, wie beliebt Elektroautos in Lahr sind. Damit Kunden nicht enttäuscht sind, wenn sie vor Ort sind, hat Wölfle auf seiner Firmenhomepage auch keine Elektroautos ausgeschrieben.

»Die meisten informieren sich und sehen dann schnell, dass wir solche Fahrzeuge nicht im Angebot haben.« Demnächst sollen jedoch weitere Modelle mit Elektromotor von Opel auf den Markt kommen. Für Wölfle und sein Geschäft ist das wünschenswert: »Wir stehen voll hinter dem Thema E-Mobilität. Meine Frau ist die erste, die eines bekommt, sobald wir welche haben.«

Gezielte Nachfragen

Derzeit zwei Elektroautos der Marke VW bietet das Autohaus Link in Lahr an. »Wir haben bei uns einen VW E-Up und einen E-Golf. Modelle von Audi sollen aber noch folgen, sobald diese auf dem Markt sind«, betont Verkäufer Sascha Walz. Vereinzelt kommen Kunden und fragen gezielt nach Elektroautos. »Das Thema nimmt immer mehr an Fahrt auf. Vor allem als Dienstwagen ist es interessant. Große Firmen haben mittlerweile mindestens ein elektrisch betriebenes Fahrzeug.« Wenn Mitarbeiter viel in der näheren Umgebung unterwegs sind, sei ein Elektroauto eine gute Alternative zum Verbrennungsmotor.

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Den Zuspruch der Firmen merkt auch das Autohaus BMW Ahg. »Gerade unser BMW i 3 kommt gut an«, sagt Verkäufer Christian Neumaier. Momentan haben sie am Standort Lahr zwar noch keine Elektroautos, das soll sich aber bald ändern. »Bisher hatten unsere Kunden die Möglichkeit, in Offenburg die Elektroautos anzuschauen oder wir haben ein Modell hergefahren. Bald bekommen aber auch wir einige Elektroautos«, sagt Neumaier im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Noch läuft der Verkauf allerdings schleppend: »Meistens ist die Neugier größer als am Ende die Kauflust.«

Ein paar Mankos gibt es laut allen drei Autohäusern jedoch. »Ich denke, dass viele das Thema Langlebigkeit der Batterie abschreckt. Außerdem ist die Infrastruktur der Ladesäule auch so ein Thema«, betont Wölfle. Gerade bei längeren Strecken sei man auf Ladesäulen an den Raststätten angewiesen. »Oft sind die Ladesäulen nicht einheitlich und von verschiedenen Anbietern. Wenn ich dann die falsche Scheck-Karte habe, kann ich an manchen Säulen gar nicht erst aufladen«, erklärt BMW-Verkäufer Christian Neumaier.

Die geringe Kilometerzahl sehe Sascha Walz weniger als Problem: »Prinzipiell brauchen die meisten die maximale Reichweite im täglichen Gebrauch gar nicht.« Der Preis spiele ebenfalls eine entscheidende Rolle, da Modelle mit großer Reichweite in der Regel auch mehr kosten. 

Eine Frage der Zeit

»Ich denke, Verbrennungs- und Elektromotoren laufen noch eine Weile parallel. Es braucht sicher noch ein paar Jahre, bis sich E-Autos durchsetzen. Wir sehen das ganze Thema aber sehr positiv und sind zuversichtlich«, betont Walz. Sowohl er als auch Neumaier glauben, dass es zukünftig vor allem in Richtung Wasserstoff als Antriebsart geht. Das wird jedoch noch seine Zeit brauchen, sind sich beide sicher.

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