Meißenheim

Zahl der Blutspender in Meißenheim sinkt

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 2 Minuten
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18. Mai 2018
Manfred Beck aus Allmannsweier spendete zum 18. Mal sein Blut. Antje Riehle vom Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen ließ ihn zur Ader.

Manfred Beck aus Allmannsweier spendete zum 18. Mal sein Blut. Antje Riehle vom Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen ließ ihn zur Ader. ©Wolfgang Schätzle

164 Spendenwillige kamen am Donnerstag zur Blutspende-Aktion nach Meißenheim. 158 durften sich letztlich den wertvollen Lebenssaft anzapfen lassen.

Im Vergleich zur Mai-Blutspendeaktion des DRK Meißenheim-Schwanau im vergangenen Jahr kamen am Donnerstag weit weniger Freiwillige in die Meißenheimer Festhalle. Der hohe Vorjahreswert war allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass im Mai 2017 etliche Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade aus dem französischen Illkirch-Graffenstaden in Meißenheim zum Aderlass gingen. Von den 164 Spendenwilligen in diesem Jahr (Vorjahr 190) konnten letztlich 158 Blutkonserven (Vorjahr 178) gewonnen werden. 

Lange Zeit ausgesetzt

Zu den Mehrfachspendern gehörte Manfred Beck aus Allmannsweier. Durch seine verstorbene Frau, die schwer erkrankte und viel Blut benötigte, sei er zum Blutspenden gekommen. Damals sei im bewusst geworden, wie wichtig es ist, den roten Lebenssaft zu spenden. Der 61-Jährige ließ sich zum 18. Mal das Blut anzapfen. Er hatte längere Zeit ausgesetzt. Es passte in letzter Zeit einfach nie, er will aber nun wieder regelmäßig gehen, erzählte er im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. 

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Mit neun entsprach die Zahl der Erstspender exakt dem Wert der Mai-Aktion im Jahr 2016. Lediglich im vergangenen Jahr war mit 24 Erstspenden der Wert sehr hoch. Unter den Erstspendern am Donnerstag war unter anderem Manfred Kern aus Meißenheim. Eigentlich hatte der 58-Jährige schon einmal Blut gespendet. Das lag allerdings schon so lange zurück, nämlich während seiner Bundeswehrzeit. Da war er Erstspender. Dass er nun wieder zum Blutspenden geht ist der Verdienst seiner Tochter Amelie. Die 21-Jährige, die selbst zum vierten Mal Blut spendete, hatte jedoch nicht nur ihren Papa von der Wichtigkeit des Blutspendens überzeugt, sondern auch ihre sechs Jahre ältere Schwester Sophia, die am Donnerstag sich zum ersten Mal den roten Lebenssaft abzapfen ließ. Keinerlei Überzeugungsarbeit bedurfte es bei Deborah Vier aus Oberweier. Für die 19-Jährige war schon immer klar, dass sie Blut spenden wird. Schließlich rettet das Piksen für den guten Zweck auch Menschenleben. Bislang hatte es die junge Frau nur zeitlich nicht geschafft. Das heißt: Außer einem mal, da durfte sie dann allerdings nicht, sie wurde zurückgestellt. 

Vier Ärzte im Einsatz

Das Team des Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen – insgesamt neun Mitarbeiter – wurde von vier Ärzten und 22 Helferinnen und Helfern aus dem DRK-Ortsverein Meißenheim-Schwanau sowie drei Schulsanitätern von der Bärbel-von-Ottenheim-Schule unterstützt.

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