Friesenheim/Heiligenzell

Zum Jubiläum: Brettlemarkt mit Lagerfeuerromantik

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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24. Oktober 2016
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Der Brettlemarkt zog viele Besucher an.

(Bild 1/2) Der Brettlemarkt zog viele Besucher an. ©Wolfgang Schätzle

Lagerfeuerromantik mit Brettlemarkt und Schwedenfeuer – ergibt zusammen ein rundum gelungenes Fest im Rahmen von 1000 Jahre Friesenheim und Heiligenzell. Feuerwehr und Wintersportler luden dazu am Samstag in den Schlösslehof ein.

Das Schlössle stand im Rahmen des Festjahrs 1000 Jahre Friesenheim und Heiligenzell mehrfach im Mittelpunkt. Am Samstag war es wieder soweit. Doch diesmal lag der Fokus auf dem gesamten Areal, die Veranstaltung fand unter freiem Himmel statt. 

Das Wichtigste zuerst: Das Wetter passte. Kaiser-Darsteller Helmut Britsch wusste auch gleich warum. Denn an allen Jubiläumsveranstaltungen, an denen er in irgendeiner Form – sei es als Privatmann oder als Kaiser Heinrich II. – bislang mitgewirkt hatte, herrschte stets »Kaiserwetter«, ließ er den Lahrer Anzeiger wissen. 

Lag es also daran, das schon zu Beginn des Brettlemarkts die Besucher strömten? Oder war der Ansturm der Tatsache geschuldet, dass der Wintersportclub (WSC) Friesenheim stets zu den ersten Anbietern in der Region gehört? Jedenfalls freuten sich Vorsitzender Siggi Schmid und sein Team über das große Interesse an ihrem Spezialmarkt für Wintersportartikel. Und einig waren sie sich, dass es in den vergangenen Jahren noch nie so viele Besucher in der ersten Stunde gegeben habe. 

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Viele Löffel Gulaschsuppe

Zum Brettlemarkt gab es wie gewohnt hausgemachte Gulaschsuppe, die reißenden Absatz fand. »Im Umkreis von 100 Kilometern findet man keine bessere!«, meinte Roger Brehm vom WSC, der die Suppe wieder zubereitet hatte, nicht ohne Stolz. Seine Aussage wurde mehrfach untermauert. Viele Gäste lobten schon nach ein, zwei Löffeln die Suppe. Auch die Feuerwehrleute, die noch mitten in ihren Vorbereitungen steckten für den Höhepunkt der Veranstaltung schlechthin, zollten Brehm ihren Respekt. Ebenso Bernhard Gutmann, dessen »Kuh Elsa« bei den Vorbereitungen mit von der Partie war. Kein Vierbeiner, wie man meinen möchte, sondern ein kleiner Traktor, der von Gutmanns Nachbarschaft so getauft worden war.

Der zweite Teil des gemeinsamen Fests gestaltete nämlich die Feuerwehr Heiligenzell. Abteilungskommandant Thomas Manach und Stellvertreter Steffen Leuthner entschieden, das riesige Schwedenfeuer schon etwas früher als geplant zu entfachen, damit es dann richtig lodert, wenn es dunkel wird. Das womöglich weltgrößte Schwedenfeuer (über fünf Meter), oft auch Baumfackel, Schwedenfackel oder Finnenkerze genannt, sollte dann auch der Hingucker und Zeitvertreib schlechthin werden. Denn mit fortschreitender Dunkelheit fanden sich rund um das Schwedenfeuer immer mehr Leute ein und ergötzten sich an dem herrlichen Anblick. Andere feuerten stets und mit Leidenschaft den »Kamin« an, wie sie es letztlich nannten. Doch der mächtige Lindenstamm war zum Ende der Veranstaltung längst noch nicht ausgebrannt, weshalb kurz nach Mitternacht Feuerwehrmann Andreas Reichenbach, zuvor noch Holzbeschaffer und Anheizer, dem Feuerspektakel mit der Feuerwehrspritze zu Leibe rückte.

Auch den vielen kleinen Lagerfeuer rundherum, die den Abend über für eine heimelige Atmosphäre sorgten. Zur Lagerfeuerromantik gab es Essen vom Holzkohlengrill.

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