CDU in Friesenheim

Zusammenschluss der Ortsverbände: "Ich sehe nur Vorteile"

Autor: 
Frank Hansmann
Lesezeit 3 Minuten
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12. Februar 2020
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Ewald Schaubrenner ist zuversichtlich. ©Frank Hansmann

Der CDU-Gemeindeverband beabsichtigt, die Ortsverbände Oberschopfheim, Oberweier, Schuttern und Friesenheim/Heiligenzell aufzulösen und die Aktivitäten im Gemeindeverband zu bündeln. Ewald Schaubrenner, Vorsitzender des Gemeindeverbands und zugleich des Ortsverbands Oberschopfheim, legt im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger die Gründe und Ziele dar.

Herr Schaubrenner, die Bestrebungen, die Ortsverbände aufzulösen, sind ja schon länger vorhanden. Rechnen Sie nun mit einer Umsetzung der Pläne?

Ewald Schaubrenner: Die Gedanken reifen seit einigen Jahren. Vor drei Jahren gab es in den Mitgliederkreisen allerdings keine Zustimmung dafür.

Und nun macht sich Zuversicht für einen positiven Anlauf breit?

Schaubrenner: Ein Beschluss der Ortsverbände steht noch aus. In Gesprächen mit den Ortsverbänden wollen wir unsere Ziele darlegen und überzeugen, dass die Ortsverbände letztendlich zu klein sind. Die Altersstruktur mit einem Durchschnittsalter von weit über 60 Jahren spricht ebenfalls dafür. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun Zuspruch für den Zusammenschluss finden. Fast alle Aktivitäten finden bereits im Gemeindeverband statt.

Worin sehen Sie die Vorteile in einem Zusammenschluss unter dem schon bestehenden Gemeindeverband?

Schaubrenner: Ich sehe nur Vorteile. Glücklicherweise generierten wir zuletzt punktuell Nachwuchs in den einzelnen Ortsverbänden. Innerhalb des Gemeindeverbandes wird der Nachwuchs gemeinsam für mehr Schwung sorgen als über die Ortsverbände. Dies wird sich auch positiv auf unsere Außendarstellung auswirken. Gerade im Umgang mit den neuen Medien ist der Nachwuchs enorm wertvoll für uns.

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Trotzdem ist die Jugend unter den Mitgliedern dünn gesät. Mit welchen Themen wollen Sie bei der Jugend das parteipolitische Interesse wecken?

Schaubrenner: Dies ist ein schwieriges Thema. Wir wollen vor allen Dingen die Nähe zu den Bürgern weiter stärken und damit auch Interesse für die Kommunale Parteiarbeit gewinnen. Neben dem Thema Klimaschutz gibt es natürlich noch viele kommunale Themen, die für die Zukunft unserer Gemeinde wichtig sind.  Im Moment ist es so, dass alle Parteien Schwierigkeiten haben, die Jugend für die Parteiarbeit zu begeistern. Die Jugend will sich offenbar nicht mehr so binden wie früher.

Bestehen seitens der Ortsverbände keine Bedenken, dass ihre lokalen Interessen nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden?

Schaubrenner: Selbstverständlich sollen alle Ortsverbände im Gemeindeverband vertreten sein. Diese werden die eigenen Interessen auch weiterhin wahren.  

Nicht immer sind Zusammenschlüsse von Erfolg geprägt. Was gibt Ihnen Hoffnung auf einen harmonischen Ablauf der vollständigen Integration der Ortsverbände?

Schaubrenner: In erster Linie wollen wir mit den Ortsverbänden sprechen. Und es gibt keine Probleme, die nicht gelöst werden könnten. In der Wirtschaft finden viele Fusionen nicht als Liebes-Heirat sondern als Vernunfts-Ehe statt. Der Blick über den Tellerrand zeigt, dass es Zeit ist, die Kräfte zu bündeln. 

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